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Woher stammt das Coronavirus? : China bleibt stur

Entwich hier das tödliche Corona-Virus?: Das abgeschottete Labor in Wuhan Bild: AFP

Für Chinas Machthaber ist der Ursprung des Coronavirus geklärt. Von einer neuen Untersuchung wollen sie nichts wissen. Sieht so Transparenz aus?

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          Man konnte nicht erwarten, dass die chinesische Regierung dem Wunsch der Weltgesundheitsorganisation (WHO) nachkommen und weiteren Nachforschungen in China zum Ursprung des Coronavirus ihren Segen geben würde. Aus ihrer propagandistisch aufmunitionierten Sicht gibt es dafür keinen Grund: Das Virus stamme von einem Tiermarkt in Wuhan; die Hypothese, ein Forschungslabor könnte der Ursprungsort sein, sei Unsinn. Basta nach Kommunistenart. Nicht anders hat Peking übrigens auf jüngste Hacker-Vorwürfe reagiert: alles bösartige Verleumdung.

          Es sollte allen, die die chinesischen Einlassungen zum Ursprung des Coronavirus für bare Münze nehmen, zu denken geben, dass der WHO-Generaldirektor mehr Transparenz von China verlangt; dass der es für unseriös hält, die Möglichkeit eines Laborunfalls – nur um einen solchen ginge es – „vorschnell“ auszuschließen. Der Mann weiß schließlich, wie die Bedingungen der ersten Untersuchung der WHO aussahen – Transparenz, Unterstützung bei der wissenschaftlichen Aufklärung waren Fehlanzeige; dafür gab Gängelei und Obstruktion.

          Angesichts von Millionen Toten und eines ungeheuren materiellen Schadens hat die Welt Anspruch auf Klärung. Chinas Machthaber täten gut daran, sich nicht hinter Propagandamauern („Verschwörungstheorien“) zu verschanzen. Denn auch die Kosten solcher Verweigerung sind nicht belanglos; es geht um Glaubwürdigkeit.

          Klaus-Dieter Frankenberger
          Redakteur in der Politik.

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