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Syrien : Abfuhr für Bolton

Amerika wird erst mal nicht aus Syrien abziehen. Über die Abfuhr, die sich Trumps Sicherheitsberater bei Erdogan geholt hat, freut sich vor allem Moskau.

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          Den angekündigten Abzug der amerikanischen Soldaten aus Syrien wird es vorerst doch nicht geben. Einem solchen stehen die Bedingungen entgegen, die der Nationale Sicherheitsberater des amerikanischen Präsidenten, Bolton, an Ankara stellt: türkische Garantien für die syrischen Kurden. Die zu geben, ist die Türkei aber nicht bereit.

          Denn sie will in Nordsyrien eine Sicherheitszone errichten sowie die 16 amerikanischen Basen einschließlich der schweren Waffen übernehmen. Und so prallen die Interessen Ankaras und Washingtons aufeinander – was den syrischen Knoten noch unentwirrbarer macht und eine weitere Runde des Kriegs in Syrien einläutet.

          Washingtons militärische Präsenz ist für die Machtbalance in Syrien wichtig, um Iran in Schach zu halten und den Kurden den Rücken für den Kampf gegen den IS zu stärken. Ankara hingegen will militärisch in das Vakuum stoßen, das ein Abzug hinterlassen würde. Lachender Dritter ist Moskau. Kaum hatte sich Bolton in Ankara eine Abfuhr eingeholt, kündigte der Kreml eine Reise des türkischen Präsidenten nach Moskau an.

          Rainer Hermann

          Redakteur in der Politik.

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