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Kim-Trump-Gipfel gescheitert : Südkorea hofft auf neue Gesprächsrunde

Zwei Personen sehen sich auf einem Fernseher in der Seoul Railway Station eine Nachrichtensendung mit Donald Trump und Kim Jong-un an. Bild: dpa

Kaum jemand hätte einen erfolgreichen Kim-Trump-Gipfel so dringend benötigt wie der südkoreanische Präsident Moon Jae-in. Trotz des abrupten Endes der Gespräche zeigte er sich optimistisch.

          Die südkoreanische Regierung in Seoul gab dem Scheitern des Gipfeltreffens einen positiven Dreh. Es sei schade, dass Trump und Kim Jong-un heute keine Einigung erzielt hätten, erklärte das Präsidialamt. Doch sei es klar, dass in den Gesprächen bedeutende Fortschritte erzielt worden seien.

          Patrick Welter

          Korrespondent für Wirtschaft und Politik in Japan mit Sitz in Tokio.

          Als besonders positiv hob ein Sprecher von Präsident Moon Jae-in hervor, dass Trump seine Absicht angekündigt habe, die Sanktionen gegen Nordkorea in Verbindung mit der Denuklearisierung des Landes aufzugeben oder zu entschärfen. Das sei ein Zeichen, dass die Gespräche zwischen Amerika und Nordkorea eine neue Ebene der Diskussion erreicht hätten. Die optimistische Sicht Trumps helle die Aussichten für die nächste Gesprächsrunde auf, hieß es.

          Trump wollte aus dem Flugzeug nach Amerika Südkoreas Präsident Moon Jae-in telefonisch über seine Gespräche mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un informieren. Erwartet wird, dass Moon sich danach auch noch persönlich äußern wird.

          Für Moon ist das ergebnislose Ende des Gipfeltreffens in Hanoi eine herbe Enttäuschung. Seine Hoffnung, dass das Treffen eine Wiederaufnahme der wirtschaftlichen Zusammenarbeit zwischen Süd- und Nordkorea ermöglichen würde, hat sich zumindest vorerst nicht erfüllt. Der Zusammenarbeit im Kaesong-Industriegebiet auf nordkoreanischem Boden und im Tourismus am Kumgang-Gebirge stehen die Wirtschaftssanktionen gegen Nordkorea entgegen.

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