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Nordkoreas Machthaber : Kim Jong-un zufrieden mit Olympia-Empfang

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Moon Jae-In, Präsident von Südkorea (l-r), Thomas Bach, Präsident des Internationalen Olympischen Komitees, Kim Yong-nam, protokollarisches Staatsoberhaupt Nordkoreas, und Kim Yo-jong, Schwester von Kim Jong-un, beobachten gemeinsam ein Eishockeyspiel. Bild: dpa

Kim Jong-un hat eine ranghohe Delegation zu den Olympischen Winterspielen entsandt – und bedankt sich nun für das „Klima von Aussöhnung und Dialog“. Die Annäherung zu Südkorea will er weiter fördern.

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          Der nordkoreanische Machthaber Kim Jong-un ist staatlichen nordkoreanischen Medien zufolge zufrieden mit dem Empfang seiner Delegation bei den Olympischen Winterspielen im südkoreanischen Pyeongchang. Kim Jong-un habe dem Süden für seine ernsten Bemühungen gedankt und die Wichtigkeit weiterer Aussöhnung betont, berichtete die Nachrichtenagentur KCNA am Dienstag. Das „warme Klima von Aussöhnung und Dialog“ müsse weiter gefördert werden, sagte Kim Jong-un demnach.

          Der Machthaber hatte am Montag Delegationsmitglieder, darunter seine 30 Jahre alte Schwester Kim Yo-jong und das 90 Jahre alte protokollarische Staatsoberhaupt Kim Yong-nam, empfangen. Am Sonntag hatte Kim Jong-un den südkoreanischen Staatschef Moon Jae-in zu Gesprächen nach Pjöngjang eingeladen.

          Nordkorea hatte die ranghohe Delegation nach Pyeongchang entsandt. Ki Yo-jong ist das erste Mitglied der seit drei Generationen in Nordkorea herrschenden Kim-Familie, das den Süden der koreanischen Halbinsel besucht.

          Der Besuch gilt als Geste der auch wegen seines Atomprogramms isolierten kommunistischen Regierung, die seit Anfang des Jahres betriebene Annäherung an Südkorea fortsetzen zu wollen. Kritiker sehen darin aber auch den Versuch Pjöngjangs, die Olympia-Zusammenarbeit mit Südkorea zu Propagandazwecken auszunutzen.

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