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Koreas Annäherung : Kim Jong-un setzt auf regelmäßige Treffen mit Südkorea

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Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un (links) und der südkoreanische Präsident Moon Jae-in bei einem Treffen im April 2018 Bild: AP

2018 ist es zu drei Gipfeltreffen zwischen Nord- und Südkorea gekommen. Nordkoreas Machthaber will die Annäherung 2019 weiter vorantreiben und nach Seoul reisen. Dabei soll es vor allem und eine Frage gehen.

          Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un hofft auf „regelmäßige“ Treffen mit dem südkoreanischen Präsidenten Moon Jae-in im kommenden Jahr und einen baldigen Besuch in Seoul. Dabei solle es um die Denuklearisierung der koreanischen Halbinsel gehen, schrieb Kim in einem Brief an die Regierung in Seoul, wie Moons Büro am Sonntag mitteilte.

          Im Zuge der Annäherung zwischen Nord- und Südkorea waren Kim und Moon in diesem Jahr zu drei Gipfeltreffen zusammengekommen. Zwei Treffen fanden im Grenzort Panmunjom statt, das dritte Treffen in der nordkoreanischen Hauptstadt Pjöngjang. Dabei sagte Kim einen Gegenbesuch in Südkoreas Hauptstadt Seoul zum „frühestmöglichen Zeitpunkt“ zu. Es wurde spekuliert, dass er noch bis Ende des Jahres nach Seoul reisen könnte.

          Nach Angaben von Moons Sprecher äußerte Kim in seinem Brief „großes Bedauern“ darüber, dass die Seoul-Reise bislang nicht stattfand. Kim habe aber seine Entschlossenheit bekräftigt, nach Seoul zu reisen. Er habe zudem „die Absicht, Moon 2019 häufig zu treffen und die Frage der Denuklearisierung der Halbinsel gemeinsam zu lösen“.

          Nord- und Südkorea befinden sich seit dem Korea-Krieg (1950-53) offiziell noch immer im Kriegszustand. Angesichts versöhnlicher Gesten Kims hatten sich die Beziehungen 2018 aber deutlich verbessert.

          Im Juni war Kim auch zu einem historischen Gipfeltreffen mit dem amerikanischen Präsident Donald Trump in Singapur zusammengekommen. Dabei willigte der nordkoreanische Machthaber in die „Denuklearisierung“ seines Landes ein. Genauere Definitionen, ein Zeitplan oder Kontrollmaßnahmen für den Prozess wurden aber nicht genannt. Beide Seiten streiten seither über die Auslegung der Vereinbarungen.

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