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Neujahrsbotschaft aus Fernost : Kim droht Trump mit Ende der Entspannungspolitik

  • Aktualisiert am

Kim Jong-un und Donald Trump bei ihrem Treffen in Singapur im Juni 2018 Bild: AP

Der nordkoreanische Staatschef sei jedoch jederzeit bereit zu weiteren Gesprächen mit seinem amerikanischen Amtskollegen. Derweil appelliert Chinas Präsident Xi an Trump, dass eine Kooperation für beide Seiten am besten sei.

          Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un hat den Vereinigten Staaten mit einem Ende der jüngsten Entspannungspolitik gedroht, sollte Washington seine Sanktionen gegen Pjöngjang beibehalten. Auch forderte er die Amerikaner auf, ihre gemeinsamen Militärmanöver mit Südkorea zu beenden. Anderenfalls müsse sein Land „über einen neuen Weg nachdenken, um unsere Souveränität und Interessen zu schützen“, sagte Kim am Dienstag bei seiner im staatlichen Fernsehen übertragenen Neujahrsansprache.

          Allerdings will Kim nach eigenen Worten die Gespräche mit den Vereinigten Staaten über das Atomwaffenprogramm seines Landes fortsetzen. Er könne den amerikanischen Präsident Donald Trump jederzeit treffen.

          Trump und Kim waren im Juni in Singapur zu einem historischen Gipfeltreffen zusammengekommen. Dabei willigte der nordkoreanische Machthaber in die „Denuklearisierung“ seines Landes ein. In den Gesprächen mit den Vereinigten Staaten und Südkorea machte er jedoch keine konkreten Zusagen, bis wann abgerüstet wird. Nordkorea lehnt aber eine vollständige atomare Abrüstung ohne Gegenleistungen ab und drohte bereits mit der Wiederaufnahme seines Atomprogramms, sollte Washington die Wirtschaftssanktionen nicht aufheben.

          Für Anfang 2019 ist ein zweiter möglicher Gipfel anvisiert. Die bereits seit Monaten laufenden Vorbereitungen sind allerdings wiederholt ins Stocken geraten. Das diplomatische Tauwetter des vergangenen Jahres hatte Kim bei seiner Neujahrsansprache 2018 eingeleitet.

          China versucht sich in Diplomatie versus Handelskrieg

          Unterdessen hat Chinas Präsident Xi Jinping in einer Botschaft an seinen amerikanischen Kollegen Donald Trump die Vorzüge einer Zusammenarbeit beider Staaten beschworen. Die Geschichte habe gezeigt, dass eine Kooperation für beide Seiten am besten sei, hieß es in der Erklärung, die am Dienstag von der Nachrichtenagentur Xinhua veröffentlicht wurde. Xi habe sie anlässlich des 40. Jahrestages der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen den Vereinigten Staaten und seinem Land übermittelt. Die beiden Wirtschaftsmächte befinden sich seit Monaten in einem Handelskonflikt.

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