https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/kiew-klitschko-bittet-um-hilfe-wegen-sorge-um-russische-invasion-17683200.html

Sorge vor russischer Invasion : Klitschko bittet Bundesregierung um Hilfe

  • Aktualisiert am

Vitali Klitschko, Oberbürgermeister von Kiew, rechnet mit einer russischen Invasion seines Landes. Bild: dpa

Der frühere Boxer organisiert als Bürgermeister von Kiew den Zivilschutz der ukrainischen Hauptstadt. Er sei bereit, für sein Mutterland zu kämpfen.

          1 Min.

          Angesichts der Sorgen vor einem russischen Angriff auf die Ukraine hat der Bürgermeister der ukrainischen Hauptstadt Kiew, Vitali Klitschko, von der neuen Bundesregierung Unterstützung verlangt. Die Ukraine benötige dringend internationale Unterstützung und militärische Hilfe, schrieb der ehemalige Box-Weltmeister in der „Bild“-Zeitung (Dienstag). „Die neue Bundesregierung muss verstehen, dass Hilfe für unser Land noch nie so wichtig war.“ Die Lage sei „sehr, sehr ernst“. Als Soldat habe er einst geschworen, das Land zu verteidigen, „und bin auch jetzt bereit, für mein Mutterland zu kämpfen.“ Er organisiere als Bürgermeister den Zivilschutz der Hauptstadt. Seine Behörden hätten bereits die Rekrutierung und Ausbildung von Reservisten der Territorialen Verteidigungsbrigade intensiviert.

          „Wir sind ein europäisches Land, das Hilfe braucht“

          Nach Erkenntnissen der NATO hat Russland in Gebieten unweit der Ukraine zwischen 75.000 und 100.000 Soldaten zusammengezogen.  Dies nährt Befürchtungen im Westen, dass eine Invasion der russischen Armee im Nachbarland bevorstehen könnte. Moskau bestreitet dies und wirft der Regierung in Kiew seinerseits Provokationen vor.

          In der Ostukraine bekämpfen sich seit 2014 pro-russische Milizen und die ukrainische Armee, nachdem Russland die ukrainische Halbinsel Krim annektiert hatte. Moskau unterstützt in dem Konflikt die Separatisten, die in Luhansk und Donezk sogenannte Volksrepubliken ausgerufen haben. Mehr als 13.000 Menschen wurden bei den Kämpfen bereits getötet.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Russische Rekruten steigen in Krasnodar in einen Bus.

          Russische Rekruten : Mit eigenem Schlafsack in den Krieg

          Während Präsident Putin an diesem Freitag Russlands neueste Anschlüsse feiert, trübt vor allem der Unmut über die Mobilmachung die Stimmung.
          Nun sind es vier: Gas tritt am Mittwoch aus einem der Pipelinelecks in der Ostsee aus.

          Gaslecks in der Ostsee : NATO will Infrastruktur verteidigen

          Das Bündnis droht mit Konsequenzen, während Schweden ein viertes Leck in den Pipelines meldet. Moskau leitet derweil Ermittlungen wegen „internationalen Terrorismus“ ein.
          Habeck, Scholz und Lindner informieren über die Preisbegrenzung für Gas.

          Gaspreisbremse statt Gasumlage : Diese Koalition hält uns in Atem

          Um wieder in die Offensive zu kommen, muss die Regierung abermals eine Kehrtwende hinlegen. Und sie fährt schweres Geschütz auf. Sie sieht Deutschland im „Energiekrieg“.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Sie können bis zu 5 Newsletter gleichzeitig auswählen Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.