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Sorge vor russischer Invasion : Klitschko bittet Bundesregierung um Hilfe

  • Aktualisiert am

Vitali Klitschko, Oberbürgermeister von Kiew, rechnet mit einer russischen Invasion seines Landes. Bild: dpa

Der frühere Boxer organisiert als Bürgermeister von Kiew den Zivilschutz der ukrainischen Hauptstadt. Er sei bereit, für sein Mutterland zu kämpfen.

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          Angesichts der Sorgen vor einem russischen Angriff auf die Ukraine hat der Bürgermeister der ukrainischen Hauptstadt Kiew, Vitali Klitschko, von der neuen Bundesregierung Unterstützung verlangt. Die Ukraine benötige dringend internationale Unterstützung und militärische Hilfe, schrieb der ehemalige Box-Weltmeister in der „Bild“-Zeitung (Dienstag). „Die neue Bundesregierung muss verstehen, dass Hilfe für unser Land noch nie so wichtig war.“ Die Lage sei „sehr, sehr ernst“. Als Soldat habe er einst geschworen, das Land zu verteidigen, „und bin auch jetzt bereit, für mein Mutterland zu kämpfen.“ Er organisiere als Bürgermeister den Zivilschutz der Hauptstadt. Seine Behörden hätten bereits die Rekrutierung und Ausbildung von Reservisten der Territorialen Verteidigungsbrigade intensiviert.

          „Wir sind ein europäisches Land, das Hilfe braucht“

          Nach Erkenntnissen der NATO hat Russland in Gebieten unweit der Ukraine zwischen 75.000 und 100.000 Soldaten zusammengezogen.  Dies nährt Befürchtungen im Westen, dass eine Invasion der russischen Armee im Nachbarland bevorstehen könnte. Moskau bestreitet dies und wirft der Regierung in Kiew seinerseits Provokationen vor.

          In der Ostukraine bekämpfen sich seit 2014 pro-russische Milizen und die ukrainische Armee, nachdem Russland die ukrainische Halbinsel Krim annektiert hatte. Moskau unterstützt in dem Konflikt die Separatisten, die in Luhansk und Donezk sogenannte Volksrepubliken ausgerufen haben. Mehr als 13.000 Menschen wurden bei den Kämpfen bereits getötet.

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