https://www.faz.net/-gpf-ac7x2

Kidnapping an einer Schule : Bewaffnete entführen in Nigeria bis zu 200 Kinder

  • Aktualisiert am

Immer wieder werden Schüler und Schülerinnen in Nigeria entführt, wie hier aus diesem Klassenraum einer Mädchenschule im Jahr 2014. Bild: AP

Im Norden Nigerias haben Bewaffnete bis zu 200 Kinder aus einer Schule entführt. Medienberichten zufolge soll dabei auch eine Person erschossen worden sein.

          1 Min.

          Im Norden Nigerias haben Bewaffnete Dutzende Kinder aus einer Schule entführt. Laut Polizei könnten die Entführer in der Stadt Tegina bis zu 200 Kinder in ihre Gewalt gebracht haben. Bewaffnete auf Motorrädern hätten wahllos um sich geschossen und eine noch nicht genau bezifferte Zahl von Kinder entführt. Auch nigerianische Medien sprachen von bis 200 gekidnappten Kindern und einem Todesopfer.

          Eine Sprecherin bestätigte, dass es eine Entführung an der Schule in Tegina gegeben hat. „Wir müssen aber noch die genaue Zahl der entführten Schüler feststellen“, sagte Mary Noel Berje der Nachrichtenagentur Reuters. Dem britischen Nachrichtensender BBC zufolge besuchen Jungen und Mädchen im Alter von sechs bis 18 Jahre die Schule. In derselben Region hatten erst im Februar Bewaffnete 27 Schüler verschleppt und einen getötet.

          Im bevölkerungsreichsten Land Afrikas sind in den vergangenen Jahren wiederholt Schüler und Studenten entführt worden. Seit Dezember sollen es laut Reuters mehr als 700 Studenten und Schüler gewesen sein. Der spektakulärste Fall ereignete sich 2014, als die islamistische Terrormiliz Boko Haram 276 Schülerinnen entführte. Inzwischen terrorisieren auch kriminelle Banden die Bevölkerung mit Massenentführungen. Offen bleibt meist, ob Lösegeld gezahlt wurde.

          Erst am Samstag war eine Gruppe von 14 entführten Studenten und Universitätsmitarbeitern in Nigeria nach über einem Monat Geiselhaft wieder freigekommen. Die Studenten und Angestellten der Greenfield Universität in Kaduna waren am 20. April von unbekannten Bewaffneten entführt worden. Während der Verhandlungen mit der Regierung um ein Lösegeld töteten die Entführer fünf Geiseln, um ihrer Forderung Nachdruck zu verleihen.

          Weitere Themen

          Keine weiteren Plagiate bei Laschet

          Laut Plagiatsprüfer Weber : Keine weiteren Plagiate bei Laschet

          Der Plagiatsprüfer Stefan Weber sieht Armin Laschet entlastet: Er habe in dessen Buch über das schon bekannte Plagiat hinaus keine weiteren Stellen gefunden. Das Plagiat Laschets lasse sich nicht mit dem Fall Baerbock vergleichen.

          Aufbruchstimmung passé Video-Seite öffnen

          Tunesien in politischer Krise : Aufbruchstimmung passé

          Das Musterland des Arabischen Frühlings befindet sich in einer kritischen Lage. Viele Tunesier erleben ihre Situation heute sogar schlechter als während der autoritären Herrschaft bis 2011. Die Krise gilt jedoch als hausgemacht.

          Topmeldungen

          Die Digitalisierung aller Lebensbereiche beschleunigt sich. Das Foto zeigt einen Serverraum in einem Rechenzentrum des Internetdienstanbieters 1&1.

          Inflation : Keine Rückkehr in die alte Welt

          Die Politik muss sich darauf einstellen, dass sich wichtige wirtschaftliche Parameter nach der Pandemie verändern. Das betrifft nicht nur die Inflation.
          „Bayern“ für Deutschland. Als dieses Bild 2015 entstand, kehrte die Fregatte von einem Einsatz vor Somalia zurück

          Deutschland entsendet Fregatte : Flagge zeigen im südchinesischen Meer

          Mit einem ganzen Flottenverband kann die Deutsche Marine schon mangels Masse im Fernen Osten nicht aufwarten. Aber die Fregatte Bayern soll China wenigstens demonstrieren, dass Berlin an der Freiheit der Meere interessiert ist.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.