https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/ki-im-klassenzimmer-wie-schueler-und-lehrer-in-china-zu-datensaetzen-werden-16160455.html

KI im Klassenzimmer : Gläserne Schüler

Wird es bald in ganz China den gläsernen Schüler geben? Bild: Getty

Künstliche Intelligenz dringt in China in immer neue Lebensbereiche vor. Nun setzen zunehmend Schulen in China Software im Klassenzimmer ein. Die Eltern finden das toll. Warum hat sich die Schule auf das Pilotprojekt eingelassen?

          4 Min.

          In einem Büro im Pekinger Speckgürtel führt ein Ingenieur die neueste Software seines Unternehmens vor: Auf einem großen Bildschirm sind Live-Szenen aus einem Klassenraum im Norden des Landes zu sehen. Farbige Rahmen zeigen an, welches Kind sich in dem 400 Kilometer entfernten Raum gerade wie verhält. Schüler, die ihren Kopf senken, als würden sie schlafen, sind rot markiert. Orange steht für „mit dem Nachbarn tuscheln“. Mit Hilfe von Gesichts-, Bewegungs- und Stimmerkennung wird das Verhalten der Schüler fünf Kategorien zugeordnet. Die drei anderen sind: Zuhören, Notizen machen und Fragen des Lehrers beantworten. Einmal pro Sekunde wird das Geschehen im Klassenraum erfasst, 2400 Mal pro Unterrichtsstunde.

          Friederike Böge
          Politische Korrespondentin für China, Nordkorea und die Mongolei.

          „Das System hilft Lehrern, sich besser um die einzelnen Schüler in ihrer Klasse zu kümmern“, sagt Zhang Haopeng, der Geschäftsführer des Unternehmens. „Lehrer konzentrieren sich in der Regel auf zwei Arten von Schülern: die Besten und die Störer. Diese Ungerechtigkeit gegenüber den anderen Kindern will das System beheben.“

          Testen Sie unser Angebot.
          Jetzt weiterlesen.
          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+
          Eine Schule wird zum Ort der Trauer: Mitschüler und Angehörige gedenken der 21 Menschen, darunter 19 Kinder, die an der Grundschule erschossen wurden.

          Über Amokläufer in Uvalde : „Mein Sohn war kein Monster“

          Nachdem ein 18 Jahre alter Mann 19 Kinder und zwei Lehrerinnen in Texas tötete, suchen die Ermittler immer noch nach einem Motiv. Sein Umfeld zeichnet das Bild eines aggressiven Einzelgängers.

          Krieg in der Ukraine : Er würde Putin am liebsten hängen

          Der Krieg verändert jeden: Die einen zerbrechen, die anderen wachsen über sich hinaus. Drei Begegnungen in Odessa, einer Stadt, die Putin unbedingt erobern will.
          Immobilienbewertung
          Verkaufen Sie zum Höchstpreis
          Sprachkurs
          Lernen Sie Englisch
          Kapitalanlage
          Pflegeimmobilien als Kapitalanlage
          Automarkt
          Top-Gebrauchtwagen mit Garantie