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Kentucky : Mann bei Anti-Rassismus-Demonstration erschossen

  • Aktualisiert am

Protest gegen Polizeigewalt in Louisville Bild: Reuters

Im Jefferson Square Park im Zentrum der Stadt Louisville verstirbt ein Mann, eine weitere Person wird verletzt. Der Bürgermeister der Stadt schreibt von einer „Tragödie“.

          1 Min.

          Bei einer Demonstration gegen Rassismus im amerikanischen Bundesstaat Kentucky ist ein Mann erschossen worden. Wie die Polizei mitteilte, ereignete sich der Vorfall am Samstagabend (Ortszeit) im Jefferson Square Park im Zentrum der Stadt Louisville. Erste Berichte über den Vorfall trafen gegen 21 Uhr ein. Menschen hätten noch versucht, erste Hilfe bei dem angeschossenen Mann zu leisten. Er sei dennoch am Tatort verstorben. Kurz darauf sei ein weiterer Mensch in unmittelbarer Nähe angeschossen worden.

          Wie viele Schützen es gab, war unklar. Auch zu den Opfern machte die Polizei keine weiteren Angaben.

          Der Bürgermeister von Louisville, Greg Fischer, teilte in einem Tweet mit: „Es ist eine Tragödie, dass dieses Gebiet des
          friedlichen Protests nun ein Tatort ist." Im Vorfeld der Anti-Rassismus-Kundgebung hatte Fischer rechte Gegendemonstranten aufgefordert, sich von dem Protest im Jefferson Square Park fernzuhalten. Zuvor hatte die Lokalzeitung „Louisville Courier Journal“ berichtet, dass „bewaffnete Patrioten-Gruppen“ vorhätten, den Anti-Rassismus-Demonstranten entgegenzutreten.

          Der Park war ein Zentrum für Proteste gegen die Erschießung von Breonna Taylor. Die 26 Jahre alte Notfallsanitäterin wurde am 13. März durch mehrere Schüsse getötet, nachdem Drogenermittler mit einem Haftbefehl in ihre Wohnung eingedrungen waren. Zusätzlich befeuert wurden die Proteste durch den Tod des Schwarzen George Floyd bei einem brutalen Polizeieinsatz in Minneapolis Ende Mai, der landesweit Massenproteste gegen Polizeigewalt und Rassismus ausgelöst hat.

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