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Vatikan und China : Lautstarkes Schweigen zu Hongkong

Hat zu fast allem etwas zu sagen: Papst Franziskus. Zu Hongkong schweigt er. Bild: AFP

Eigentlich war eine Erklärung des Papstes zu Hongkong angekündigt. Aber dann schwieg Franziskus, denn: Die Beziehungen des Heiligen Stuhls zu China sind schwierig.

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          Am vergangenen Sonntag wollte sich Papst Franziskus, nach dem Angelus-Gebet am Fenster des Apostolischen Palastes, erstmals öffentlich zur Lage in Hongkong äußern. Den Text hatte das Presseamt des Heiligen Stuhls vorab veröffentlicht, versehen mit einer Sperrfrist: bis zum Zeitpunkt, da die Erklärung vom Papst verlesen worden ist.

          Matthias Rüb

          Politischer Korrespondent für Italien, den Vatikan, Albanien und Malta mit Sitz in Rom.

          Doch der Papst verlas die Erklärung dann doch nicht. Damit trat die zweite Bestimmung der Sperrfrist in Kraft: Der Text gewinnt nur dann Gültigkeit, wenn er verlesen worden ist.

          Die zugleich existierende und nichtige Erklärung ist nach Art behutsamer Diplomaten formuliert. Zunächst heißt es, der Papst habe „die Entwicklung der komplexen Situation in Hongkong mit großer Aufmerksamkeit und nicht ohne Sorge verfolgt“. Die Angelegenheiten, um die es gehe, seien „ohne Zweifel heikel“. Daher sei es „verständlich, dass diesbezüglich eine ausgeprägte Sensibilität“ bestehe.

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