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Laut ehemaligem Kommilitonen : War Brett Kavanaugh ein „heftiger Trinker“?

  • Aktualisiert am

Ein ehemaliger Studienkollege gibt an, Brett Kavanaugh habe vor dem Justizausschuss Falschaussagen zu seinem Alkoholkonsum während seiner Studienzeit getätigt. Bild: AP

Die Aussagen von Brett Kavanaugh zu seinem Alkoholkonsum sind falsch – behauptet jedenfalls ein ehemaliger Kommilitone des möglichen neuen Bundesrichters. Er habe „häufig und heftig“ getrunken. Dabei sei er auch aggressiv geworden.

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          Ein ehemaliger Kommilitone wirft Brett Kavanaugh, dem Wunschkandidaten von Präsident Donald Trump für den Obersten Gerichtshof, vor, falsche Aussagen über seinen Alkoholkonsum während des Studiums gemacht zu haben. Charles „Chad“ Ludington sagte in einer am Sonntag veröffentlichen Erklärung, dass Kavanaugh an der Yale Universität „häufig und heftig“ getrunken habe. In betrunkenem Zustand sei Kavanaugh oft streitsüchtig und aggressiv gewesen, sagte Ludington. 

          Ludington, der mittlerweile an der North Carolina State Universität unterrichtet, gab an, er sei ein Freund von Kavanaugh gewesen und habe oft mit ihm Alkohol konsumiert. Ludington meint, Kavanaugh sollte nicht für den Rest seines Lebens für sein Verhalten und Alkoholkonsum in seiner Jugendzeit verurteilt werden. Doch Ludington sagte, er sei besorgt über die unter Eid getätigten Aussagen. Er würde nun seine Erinnerungen dem FBI in einem Gespräch schildern. 

          Präsident Trump hatte am Freitag die amerikanische Bundespolizei FBI angewiesen, die gegen Kavanaugh erhobenen Vorwürfe sexueller Übergriffe, zu prüfen. Die Abstimmung des amerikanischen Senats zu der Personalie verschiebt sich dadurch. Zuvor hatte der Justizauschuss zwar die Ernennung des 53 Jahre alten Richters durchgewunken, aber eine FBI-Untersuchung gefordert. Dabei geht es auch um die Vorwürfe der  Psychologieprofessorin Christine Blasey Ford, die vor dem Ausschuss am Donnerstag im Detail geschildert hatte, wie Kavanaugh sie vor 36 Jahren während einer Party zu vergewaltigen versucht habe.

          Nur gelegentlich ein Bier?

          Kavanaugh weist die Anschuldigungen zurück. Während der Anhörung am vergangenen Donnerstag gab er an, dass er zwar gelegentlich ein Bier genossen habe, keinesfalls aber übermäßig getrunken oder Frauen unsittlich berührt habe. 

          Kavanaugh sieht sich inzwischen mit Vorwürfen von drei Frauen zu sexuellen Übergriffen während seiner High-School- und Studienzeit konfrontiert. Seine geplante Ernennung zum Obersten Richter auf Lebenszeit ist in den Vereinigten Staaten längst zu einem Politikum im Vorfeld der im November anstehenden Wahlen zum amerikanischen Kongress geworden. Trump hatte die FBI-Untersuchung erst angeordnet, nachdem der republikanische Senator Jeff Flake gedroht hatte, gegen Kavanaugh zu stimmen und den Kandidaten damit schon im Justizausschuss durchfallen zu lassen. Trotz der Untersuchung ist Trump überzeugt, dass er keinen Ersatzkandidaten für Kavanaugh braucht. 

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