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Katholische Kirche : Papst erleichtert Ehe-Annullierungen

  • Aktualisiert am

Papst Franziskus spricht am Petersplatz im Vatikan ein Gebet. Bild: AP

Eine Scheidung im zivilrechtlichen Sinne kennt die katholische Kirche nicht. In bestimmten Fällen aber können kirchliche Ehen für ungültig erklärt werden. Das entsprechende Verfahren vereinfacht der Vatikan nun.

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          Katholische Ehen können künftig leichter für ungültig erklärt werden. Der Vatikan stellte dazu am Dienstag zwei Apostolische Schreiben (Motu Proprio) von Papst Franziskus vor. Zentrales Element ist, dass Ehen nun schon in erster Instanz von einem kirchlichen Gericht oder auch einem Bischof annulliert werden können, eine zweitinstanzliche Entscheidung also nicht mehr zwingend erforderlich ist.

          An der Unauflöslichkeit der Ehe und damit dem Verbot der Ehescheidung hält der Vatikan unverändert fest. Schon bisher war es aber nach kanonischem Recht möglich, Ehen unter bestimmten Voraussetzungen für ungültig zu erklären. Die neuen Richtlinien erscheinen wenige Wochen vor der Synode im Vatikan, bei der Kirchenführer aus aller Welt vom 4. bis 25. Oktober über Fragen von Ehe und Familie beraten werden.

          Papst Franziskus hatte bereits vor einiger Zeit angekündigt, einfachere Regeln für Ehe-Annullierungen anzustreben. Eine Sonderkommission hatte sich in den vergangenen Monaten mit einer Reform des kirchlichen Eherechts befasst.

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