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Katastrophale Zustände in Rom : Die Ewige Stadt stinkt zum Himmel

Der ewige Müll: Protest gegen das römische Abfallentsorgungsunternehmen. Bild: ddp/ZUMA

Am Tiber türmt sich der Müll, und weil die Politik sich nicht einigen kann, soll der Unrat Roms nun in Schweden entsorgt werden. Denn die wenigen verbliebenen Müllverarbeitungsanlagen in Rom sind chronisch überlastet.

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          Die Offensive zur Befreiung der Hauptstadt hat begonnen. Der Sieg soll bis Ende des Monats errungen sein. Anders als vor gut einem Dreivierteljahrhundert geht es nicht darum, den deutschen Besatzern in Rom eine Abfuhr zu erteilen. Sondern dem Müll. Der türmt sich in diesen Tagen höher als je zuvor in den Straßen und Gassen der Hauptstadt. Die Bürgermeisterin der Stadt, die Präfektin der Provinz Rom und der Präsident der Region Latium haben sich daher am vergangenen Dienstag in einer Krisensitzung auf eine sofortige Beseitigung der Müllberge geeinigt.

          Matthias Rüb
          Politischer Korrespondent für Italien, den Vatikan, Albanien und Malta mit Sitz in Rom.

          Dass dringend etwas unternommen werden muss, können Bewohner und Besucher Roms auch mit entsorgungstechnisch ungeschultem Auge erkennen. Plastiksäcke und -tüten in allen erdenklichen Farben und Größen, gut verschnürt abgelegt oder achtlos hingeworfen, dazu Pappkartons und Altpapier, auch ausrangierte Möbel und elektronische Gerätschaften türmen sich vor den überfüllten Müllcontainern. Die haben in Rom unterschiedliche Farben, denn prinzipiell soll der Müll getrennt werden: Plastik und Metall in den blauen Container, Pappe und Papier in den weißen Container, Glas, organischer Abfall und Restmüll in den braunen Container.

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