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Katalonien-Konflikt : Puigdemont verzichtet auf Reise nach Madrid

Reist nicht nach Madrid: Carles Puigdemont Bild: Reuters

Der katalanische Regierungschef Carles Puigdemont wird nicht vor dem Senat in Madrid über die Unabhängigkeitspläne der Region sprechen. Er schlug die Einladung aus.

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          Der katalanische Regionalpräsident Carles Puigdemont wird nicht vor dem spanischen Senat in Madrid sprechen. Puigdemont habe eine entsprechende Einladung ausgeschlagen, sagte ein Sprecher der Regionalregierung am Mittwoch. Puigdemont begründete seine Absage damit, dass die Madrider Regierung bereits ihre Absicht erklärt habe, die Regierungsgewalt in Katalonien zu übernehmen, um den Unabhängigkeitsbestrebungen in Katalonien zu begegnen.

          Hans-Christian Rößler

          Politischer Korrespondent für die Iberische Halbinsel und den Maghreb mit Sitz in Madrid.

          Der Senat wird voraussichtlich am Freitag den Weg für die Entmachtung von Puigdemonts Regierung freimachen. Angesichts der Mehrheitsverhältnisse gilt die Zustimmung zur Aktivierung des Artikels 155 als sicher.

          Rajoy will Neuwahlen

          Das katalanische Regionalparlament in Barcelona tritt am Donnerstagnachmittag zusammen, ein Beschluss zum Artikel 155 wird aber wohl erst am Freitag fallen. Es wird nicht ausgeschlossen, dass das Parlament dann eine Unabhängigkeitserklärung beschließt.

          Rajoy äußerte am Mittwoch, dass er Neuwahlen für den einzigen Ausweg aus der politischen Krise in Katalonien halte. Er warf Puigdemont vor, sich jedem Dialog zu verweigern. Die sezessionistische Organisation ANC rief für Donnerstag und Freitag zu Großkundgebungen in Barcelona auf.

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