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Konflikt um Kaschmir : Pakistan verweigert indischem Regierungschef den Überflug

  • Aktualisiert am

Narendra Modi im Juni in Osaka Bild: AFP

Pakistan und Indien streiten seit Jahrzehnten um die Region Kaschmir. Wegen einer kürzlichen Eskalation durch Indien greift Pakistan nun zu ungewöhnlichen Mitteln.

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          Pakistan hat zum zweiten Mal innerhalb eines Monats eine Überflugsanfrage aus Indien für hochrangige Politiker abgelehnt. Islamabad untersagte dem indischen Premierminister Narendra Modi, durch den Luftraum des Landes nach Deutschland zu fliegen. Grund dafür sei die aktuellen Siutation in Kaschmir, sagte der pakistanische Außenminister Shah Mahmoud Qureshi in einem am späten Mittwochabend veröffentlichten Video.

          Seit Britisch-Indien vor mehr als 70 Jahren unabhängig und geteilt wurde, streiten Indien und Pakistan um die Region Kaschmir. Beide Atommächte beherrschen jeweils einen Teil, ein weiterer gehört zu China. Indien und Pakistan führten bereits zwei Kriege um Kaschmir.

          Die Spannungen zwischen den beiden Erzfeinden waren zuletzt eskaliert, nachdem Neu Delhi der von ihm kontrollierte Kaschmir-Region Anfang Augst einen Sonderstatus entzogen hatte, der der Region weitgehende Autonomierechte verliehen hatte. Indien will so das mehrheitlich von Muslimen bewohnte Gebiet stärker in das mehrheitlich hinduistische Indien integrieren. Pakistan bezeichnete die Entscheidung als „illegal“ und erklärte, Indiens Vorgehen gegen Proteste im indisch-kontrollierten Teil Kaschmirs würde mehr Muslime der Welt in den Extremismus treiben.

          Diese Woche hatten zudem Äußerungen des indischen Außenministers Subrahmanyam Jaishankar die Spannungen weiter verschärft. Er sagte vor Journalisten: „Das von Pakistan besetzte Kaschmir ist Teil Indiens und wir rechnen damit, eines Tages die Rechtshoheit darüber zu haben.“ Pakistan reagierte mit der Drohung, auf jeden Akt der Aggression zu reagieren.

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