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Karlspreis an Papst Franziskus : Peinlich

Papst Franziskus, hier bei einer Diskussion mit Journalisten im päpstlichen Flugzeug Ende November 2015. Bild: Reuters

Papst Franziskus ist der Träger des Internationalen Karlspreises 2016 der Stadt Aachen. Dabei hat sich der Argentinier eigentlich längst für den Orden wider den tierischen Ernst qualifiziert.

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          Da stimmt etwas nicht: Papst Franziskus ist der Träger des Internationalen Karlspreises 2016 der Stadt Aachen. Dabei hat sich der Argentinier mit burlesken Einlassungen wie der über das Paarungsverhalten von Katholiken („Karnickel“) eigentlich längst für den Orden wider den tierischen Ernst qualifiziert. Daraus wird nun nichts.

          Das Kirchenoberhaupt, das seit seiner Wahl im März 2013 konsequent jeden Anlass hat verstreichen lassen, um sich auch nur in einem Mitgliedstaat der EU sehen zu lassen, und es sich vor dem Europaparlament angelegen sein ließ, den Kontinent mit einer unfruchtbaren Großmutter zu vergleichen, soll sich nun im Glanz einer Auszeichnung sonnen, die jenen zugedacht ist, die sich besonders um die europäische Einigung verdient gemacht haben.

          So durfte, ja musste man im Jahr 2004 die Verleihung des Karlspreises an den hochbetagten Papst Johannes Paul II. verstehen. Dessen Lebenswerk indes auf eine Stufe zu stellen mit zwei Reden in Straßburg und Mahnungen wider die Trägheit der Herzen angesichts der Flüchtlingsnot ist eigentlich für alle Seiten nur eines: peinlich.

          Daniel Deckers

          in der politischen Redaktion verantwortlich für „Die Gegenwart“.

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