FAZ+Aserbaidschan :
Europas schmutziger Energielieferant

Reinhard Veser
Ein Kommentar von
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Aserbaidschans Präsident Ilham Alijew und seine Frau am 27. September

Die EU hat Aserbaidschans Diktator Alijew schon immer mit Samthandschuhen angefasst – sie braucht sein Gas. Doch Karabach wird ethnisch gesäubert. Armenien braucht tatkräftige Unterstützung.

Es ist ein halbes Jahr her, da hat Bundeskanzler Olaf Scholz Aserbaidschan als „Partner von wachsender Bedeutung“ bezeichnet. Beim Besuch des aserbaidschanischen Präsidenten Ilham Alijew in Berlin im März sprach Scholz über die Bedeutung des Landes für die Diversifizierung der Energieversorgung Deutschlands und Europas. Ähnlich äußerte sich im Juli 2022 EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen. Nach einem Treffen mit Alijew in Baku verkündete sie über Twitter: „Die EU wendet sich vertrauenswürdigen Energielieferanten zu. Aserbaidschan ist einer.“ Angesichts des damals schon absehbaren Endes russischer Gaslieferungen in die EU unterzeichnete sie eine Vereinbarung über Gaslieferungen aus Aserbaidschan.

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