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Zusammenhang mit Huawei? : Todesurteil in China verschärft Konflikt mit Kanada

  • Aktualisiert am

Juni 2018: Chinesische Grenzpolizisten verbrennen konfiszierte Drogen in der südwestchinesischen Provinz Yunnan Bild: dpa

Das Verhältnis zwischen China und Kanada ist nach der Verhaftung der Huawei-Finanzchefin stark angespannt. Nun verurteilt die Volksrepublik einen weiteren Kanadier wegen Drogenhandels zum Tode.

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          China hat wieder einen Kanadier wegen Drogengeschäften zum Tode verurteilt. Wie ein Gericht in der südchinesischen Stadt Jiangmen in der Provinz Guangdong am Dienstag mitteilte, erhielten der Kanadier Fan Wei und ein Mann namens Wu Ziping, dessen Nationalität nicht genannt wurde, die Todesstrafe. Sie sollen eine Bande geführt haben, die Drogen herstellte und verkaufte. Das Urteil kann noch angefochten werden. Insgesamt seien in dem Fall elf Menschen verurteilt worden, unter ihnen sind ein Amerikaner und vier Mexikaner, die lebenslange Haftstrafen erhielten.

          Erst im Januar hatte ein chinesisches Gericht den Kanadier Robert Lloyd Schellenberg wegen Drogengeschäften zum Tode verurteilt, nachdem er in einer früheren Verhandlung zunächst zu 15 Jahren Haft verurteilt worden war. Die kanadische Regierung sprach damals von „Willkür“ und verschärfte ihre Reisehinweise für China. Dort drohen überführten Drogenschmugglern entweder lange Haftstrafen oder die Todesstrafe.

          Auf Konfrontationskurs

          Kanada und China sind politisch auf Konfrontationskurs. Auslöser dafür war Anfang Dezember die Festnahme der Finanzchefin des chinesischen Telekom-Konzerns Huawei, Meng Wanzhou, in Kanada. Der Tochter des Huawei-Gründers Ren Zhengfei wird in den Vereinigten Staaten Bankbetrug im Zusammenhang mit Verstößen gegen Sanktionen gegen Iran vorgeworfen. Auch verdächtigt die amerikanische Regierung Huawei, enge Verbindungen zur chinesischen Regierung zu pflegen und Ausrüstung oder Handys zur Spionage zu missbrauchen. Meng, die das Gefängnis mittlerweile auf Kaution verlassen durfte, und der chinesische Konzern bestreiten die Vorwürfe.

          In China werden seit Dezember zwei Kanadier festgehalten, denen vorgeworfen wird, in Aktivitäten verwickelt zu sein, die „die nationale Sicherheit gefährden“. Manche Kritiker werten die Inhaftierungen als Vergeltung für das Vorgehen gegen die Chinesin in Kanada.

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