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Kampf um Idlib : Türkei schießt syrisches Kampfflugzeug ab

  • Aktualisiert am

Ein syrisches Kampfflugzeug vom Typ L-39 Albatros im Februar Bild: AFP

Das Schicksal der Besatzung des syrischen Flugzeugs war nach dem Abschuss unklar. Durch Artilleriebeschuss ist derweil bei den Kämpfen um das syrische Idlib ein türkischer Soldat getötet worden.

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          Ein türkisches Kampfflugzeug hat am Dienstag ein Kampfflugzeug der syrischen Streitkräfte über der nordwestsyrischen Provinz Idlib abgeschossen. Das von einer türkischen F-16 abgeschossene Flugzeug sei im Süden von Idlib abgestürzt, das Schicksal der Besatzung sei unklar, teilte die Syrische  Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit. Es handelte sich um den dritten Flugzeugabschuss binnen drei Tagen.

          Das türkische Verteidigungsministerium in Ankara bestätigte den Abschuss. Das syrische Flugzeug vom Typ L-39 sei „im Rahmen der Militäroperation ,Frühlingsschild‘, die erfolgreich fortgesetzt wird“, abgeschossen worden.

          Die staatliche syrische Nachrichtenagentur Sana meldete, die türkischen Truppen hätten das Flugzeug „ins Visier“ genommen, ohne von einem Abschuss zu sprechen.

          Durch Artilleriebeschuss ist in Idlib derweil ein weiterer türkischer Soldat getötet worden. Der Vorfall habe sich am Montag ereignet, teilte das türkische Verteidigungsministerium am Dienstag mit.

          Bei einem Luftangriff in der Region um die Stadt Idlib waren in der vergangenen Woche mindestens 34 türkische Soldaten getötet worden. Ankara machte die syrische Regierung dafür verantwortlich und begann eine Militäroffensive. Schon zuvor war es zu militärischen Auseinandersetzungen zwischen türkischem und syrischem Militär gekommen. Seit Anfang Februar wurden mehr als 50 türkische Soldaten in Idlib getötet.

          Die türkische Armee unterstützt in der Region Rebellen, darunter islamistische Gruppen, und hat dort mehrere Beobachtungsposten errichtet. Der syrische Präsident Baschar al-Assad wird von Russland unterstützt.

          Erdogan will verhindern, dass angesichts der Kämpfe in Idlib weitere Flüchtlinge in die Türkei kommen. Seit Beginn des Bürgerkriegs im Nachbarland 2011 hat die Türkei rund 3,6 Millionen Flüchtlinge aus Syrien aufgenommen.

          Am Samstag hatte Erdogan verkündet, die Türkei habe für die Flüchtlinge im Land die Grenzen in Richtung EU geöffnet. Seitdem haben sich Tausende Migranten auf den weg zur griechischen Grenze gemacht. Griechische Sicherheitskräfte setzten mehrfach Blendgranaten und Tränengas ein, um Menschen zurückzudrängen.

          Ein Flüchtlingspakt mit der EU von 2016 sieht eigentlich vor, dass die Türkei illegale Migration stoppt. Griechenland kann außerdem alle Migranten, die seit Ende März 2016 illegal über die Türkei auf die griechischen Inseln übersetzen und kein Asyl erhalten, zurückschicken. Im Gegenzug hat die EU zugesichert, für jeden zurückgesendeten Syrer einen anderen auf legalem Weg aufzunehmen. Die Türkei erhält zusätzlich finanzielle Unterstützung von insgesamt sechs Milliarden Euro für die Flüchtlinge. Auch hatte die EU eine schnellere Visaliberalisierung in Aussicht gestellt.

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