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Kampf gegen Terror : Tunesier war Drahtzieher der Anschläge von Madrid

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Fakhet soll „führendes und planendes Element” der Terroristen sein Bild: AP

Ein Tunesier war nach Ansicht der spanischen Ermittler der Chef des Terror-Kommandos, das am 11. März die Anschläge auf vier Madrider Vorortszüge verübt hat. Der Mann soll die Attentate seit 2003 geplant haben.

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          Der Tunesier Sarhane Ben Abdelmajid Farkhet wird jetzt als mutmaßlicher "Anführer und Koordinator" der Madrider Terroranschläge vom 11. März gesucht. Das geht aus der Begründung des internationalen Haftbefehls hervor, den der spanische Ermittlungsrichter Juan del Olmo sowohl für Abdelmajid als auch für fünf weitere flüchtige und als Komplizen verdächtige Marokkaner ausgestellt hat. Bei ihnen handelt es sich um Jamal Ahmidan, alias "der Chinese", der das Haus in Chinchón nahe Madrid, in welchem die Sprengladungen hergestellt wurden, gemietet haben soll, ferner um die Brüder Rachid und Mohamed Oulad sowie um Said Berraj und Abdennabi Kounjaa.

          Die Polizei vermutet, daß sie sich noch mehrere Tage nach dem Verbrechen in Chinchón versteckt hielten und erst nach der Festnahme ihres spanischen "Dynamitlieferanten" flohen und das Land verließen. Der Tunesier soll, so der Richter, seit dem vorigen Jahr ein Attentat in Madrid geplant haben und in seinem Umfeld radikaler Islamisten der Hauptpropagandist eines "heiligen Krieges" gewesen sein.

          Seit Jahren Al-Qaida-Kontakte

          Der seit mehreren Jahren in Spanien lebende, mit einer Maghrebinerin verheiratete und bis vor kurzem in einer Maklerfirma arbeitende Mann ist nach dem 11. März offenbar nicht mehr in seine Wohnung in der Hauptstadt zurückgekehrt. Mehrere der Gesuchten haben verwandtschaftliche Beziehungen zu schon zuvor festgenommenen Verdächtigen. Sowohl eine Schwester als auch ein Bruder der Oulads sind in Haft. Jamal Ahmidan gilt als der zweite Anführer der Terrorgruppe. Said Berraj, dem Verbindungen zu dem Tunesier, anderen Marokkanern und einem festgenommenen Syrer nachgesagt werden, soll schon im Jahr 2000 durch Al-Qaida-Kontakte in Istanbul aufgefallen sein.

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