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Kampf gegen IS : Erst am Anfang

Auch wenn die kurdischen Verteidiger Kobanes nun Verstärkung erhalten haben - an den Fronten wird sich so rasch nichts ändern, Der Krieg gegen den „Islamischen Staat“ steht erst am Anfang.

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          Rasch wird sich an den Fronten in Kobane nach dem Eintreffen der Verstärkung für die kurdischen Verteidiger der Stadt nichts ändern. Sie erhalten nun aber das, wenn auch mit reichlicher Verspätung, was sie brauchen und gefordert haben: Verstärkung auf dem Boden. Die syrischen Kurden hätten sich mit der Verteidigung Kobanes leichter getan, wäre die Türkei früher über ihren Schatten gesprungen und hätte sie ihre Grenzen früher geöffnet.

          Getrübt wird die Freude über die steigende Wahrscheinlichkeit, dass Kobane nicht in die Hände des „Islamischen Staats“ fallen wird, weil sich Vermutungen erhärten, dass die Terroristen über Giftgas verfügen. Das muss nicht aus den Arsenalen des Regimes in Damaskus, die mit internationaler Hilfe zerstört wurden, erbeutet worden sein.

          Chemiker können leicht nichtindustriell gefertigte (und daher weniger wirksame) Giftgase herstellen. Beunruhigend ist ebenfalls, dass der „Islamische Staat“ über Raketen verfügt, mit denen er schon irakische Armeehubschrauber abgeschossen hat. Der Krieg gegen den „Islamischen Staat“ steht erst am Anfang.

          Hilfe für Kobane : Peschmerga-Kämpfer erreichen Türkei

          Rainer Hermann

          Redakteur in der Politik.

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