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Kampf gegen IS : Autobombe tötet mindestens 43 Menschen in Nordsyrien

  • Aktualisiert am

Im nordsyrischen Assas ist die Autobombe explodiert. Bild: dpa

Kurdische Soldaten drängen den IS in Nordsyrien zurück, in einer von Rebellen gehaltenen Stadt explodiert eine Autobombe, durch die Dutzende sterben.

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          Bei der Explosion eines Tanklasters in der von Rebellen gehaltenen nordsyrischen Stadt Asas sind nach Angaben von Aktivisten mindestens 43 Menschen getötet worden. Es gebe Dutzende Verletzte, viele von ihnen schwer, meldete die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Samstag. Bei den meisten Opfern handele es sich um Zivilisten.

          Aus einem Krankenhaus der Stadt hieß es, mehr als 30 Menschen seien getötet und 55 verletzt worden. Zunächst war von der Explosion einer Autobombe die Rede gewesen.

          Oppositionskreise berichteten, ein Fahrzeug mit einer großen Menge Sprengstoff sei auf einem Markt vor dem Gerichtsgebäude in Asas explodiert. Bilder im Internet zeigten massive Schäden an Gebäuden und Geschäften.

          Zunächst war unklar, wer für die Explosion verantwortlich ist. Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) verübt in Syrien immer wieder Bombenanschläge. Auch Asas hatte in den vergangenen Monaten mehrere Explosionen erlebt.

          Der Ort liegt nördlich der Großstadt Aleppo unweit der Grenze zur Türkei. Die Regimegegner gehen in der Region gemeinsam mit türkischen Truppen gegen die syrische Kurdenmiliz YPG und den IS vor.

          Erst am Donnerstag waren bei der Explosion einer Autobombe in der von Regierungskräften kontrollierten syrischen Küstenstadt Dschabla mindestens 15 Menschen getötet worden. Der Sprengsatz detonierte in einer Einkaufsstraße in der Nähe des Fußballstadions.

          IS von Kurden zurückgedrängt

          Unterdessen rückt ein von Kurden geführtes Bündnis immer näher an die strategisch wichtige nordsyrische Stadt Tabka und ihren Staudamm heran. Die Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) hätten den Ort Suweida wenige Kilometer nördlich von Tabka erobert, meldete die kurdische Nachrichtenseite Hawar am Samstag. Auch die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte berichtete über den Vormarsch der SDF-Kämpfer.

          Tabka ist strategisch wichtig, weil dort neben der Talsperre auch ein Militärflughafen liegt. Die Staumauer begrenzt den Assad-See, das größte Wasser-Reservoir Syriens. Hier wurde bis zum Beginn des Bürgerkriegs 2011 ein großer Teil der Energie des Landes produziert. Die Terrormiliz Islamischer Staaat (IS) hatte die Region Ende August 2014 unter ihre Kontrolle gebracht.

          Bereits am Freitag hatten die SDF-Kämpfer in der Nähe von Suweida die Dschabar-Festung erobert, die auf einer Halbinsel über dem Stausee liegt. Die SDF wird von der syrischen Kurdenmiliz YPG angeführt. Ziel der Offensive ist die Befreiung der nordsyrischen IS-Hochburg Al-Rakka. Die von den USA angeführte internationale Koalition unterstützt die Operation mit Luftangriffen.

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