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Kampf gegen Ebola : Der unsichtbare Feind

  • -Aktualisiert am

Keine Chance: In Beni beerdigen Helfer ein Kleinkind, das am Ebola-Fieber gestorben ist. Noch immer verläuft die Viruserkrankung häufig tödlich. Bild: EPA

Im Nordosten Kongos kämpfen Ärzte gegen einen abermaligen Ebola-Ausbruch. Doch nicht nur das Virus ist eine Gefahr – auch der Bürgerkrieg erschwert die Lage dramatisch. Er ist schlimm, schlimmer ist aber das Misstrauen der Menschen.

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          Wenigstens herrscht heute kein Krieg, der bislang letzte Angriff liegt schon eine gute Woche zurück. Ein Rebellentrupp war in die ostkongolesische Handelsstadt Beni gestürmt, hatte in einem Vorort einige Zivilisten massakriert und sich dann wieder in die Berge nahe der ugandischen Grenze zurückgezogen. Abermals waren die Blauhelme erst angerückt, als es längst zu spät war; abermals hatte sich die kongolesische Armee gar nicht erst blicken lassen. Tags darauf war es in Beni zu Protesten gekommen. „Warum tut ihr nichts? Warum zur Hölle seid ihr denn hier?“, hatten die Menschen den Friedenssoldaten in ihren weißen Panzerwagen zugerufen. Doch die hörten sich den Protest nur stumm an und fuhren dann wieder fort auf Streife. Knapp 15.000 von ihnen sind im Ostkongo stationiert.

          Viel Fortune hatten sie bislang nicht. „So geht es hier seit Jahren schon“, sagt Bahati Birindwai. Schon 1996 habe das Morden begonnen. Mal waren es die Kongo-Soldaten, mal die Mayi-Mayi-Milizen mit ihren archaischen Ritualen, jetzt seien es muslimische Gotteskrieger, die aus Uganda vordringen würden. Weil an diesem Tag Ruhe herrscht, kann Birindwai wenigstens zur Arbeit kommen – doch auch dort lauert der Tod. „Hier kämpfen wir einen ganz anderen Krieg“, sagt er. „Einen Kampf gegen einen Feind, der viel unheimlicher ist als diese Banditen aus den Wäldern – einen, den du nicht siehst und nicht hörst. Ich meine die verdammten Viren.“

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