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Kampf gegen Assad : Vereinigte Staaten verändern Hilfsprogramm für syrische Rebellen

  • Aktualisiert am

Der amerikanische Außenminister Ashton B. Carter am Freitag nach Gesprächen mit seinem britischen Amtskollegen Michael Fallon im Lancaster House in London Bild: AP

Präsident Obama will das Programm, das moderate syrische Rebellen im Kampf gegen Präsident Assad unterstützt, modifizieren. Beendet werden soll es wohl aber nicht. In einem Bericht hatte es zuvor geheißen, das 500-Millionen-Dollar-Programm solle eingestellt werden.

          Die Vereinigten Staaten wollen ihr Hilfsprogramm für die als gemäßigt geltenden syrischen Rebellen modifizieren. Verteidigungsminister Ash Carter sagte am Freitag, Präsident Barack Obama werde noch im Laufe des Tages seine Pläne dafür vorstellen. Zuvor hatte die „New York Times" berichtet, die Regierung wolle ihr 500 Millionen Dollar teures Programm einstellen. Sie berief sich auf Regierungskreise. Aus Carters Delegation, der sich in Europa aufhält, hieß es, das Hilfsprogramm werde nicht eingestellt. Es werde aber neue Schwerpunkte geben.

          Wenig erfolgreiches Programm

          Mit dem Hilfsprogramm sollen moderate syrische Rebellen in ihrem Kampf gegen Präsident Baschar al-Assad unterstützt werden. Die Vereinigten Staaten bildeten Kämpfer aus und lieferten Waffen sowie Ausrüstung. Das Programm verlief wenig erfolgreich. Presseberichten zufolge wurden viele der von amerikanischen Experten bislang ausgebildeten Rebellen bei Kämpfen mit anderen Rebellengruppen getötet. Einige händigten nach amerikanischen Angaben ihre Waffen, Munition und Fahrzeuge an islamische Extremisten aus.

          Nach dem Bericht der „New York Times“ soll das Programm wegen mangelnden Erfolges eingestellt werden. Demnach sei es nicht gelungen, die Rebellen durch das Training zu Bodengruppen auszubilden, die dem „Islamischen Staat“ Paroli bieten könnten. Dem Bericht zufolge sollen Pentagonvertreter das Ende des Programms am Freitag nach einem Treffen von Carter mit seinem britischen Amtskollegen Michael Fallon in London wegen der andauernden Kriege in Syrien und dem Irak angekündigt haben.

          „Bei ihrem Kampf gegen IS aus der Luft unterstützen“

          „Außenminister Carter hat sein Ministerium angewiesen, ausgewählte Rebellen und ihre Gruppen mit Ausrüstung und Waffen zu versorgen, damit diese in vom Islamischen Staat kontrolliertes Gelände vordringen könnten“, zitiert die Zeitung eine Mitteilung des Pentagon. „Wir werden den Erfolg dieser Gruppen genau verfolgen und sie bei ihrem Kampf gegen den IS aus der Luft unterstützen“, heißt es in der Mitteilung demnach weiter.

          Die Zeitung zitiert einen Pentagonvertreter mit den Worten, die verbleibende Unterstützung der Rebellen werde „deutlich geringer“ sein als das ambitionierte bisheriger Programm des Pentagon.

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