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Republikaner attackieren Biden : „Vorbereitungen für den Fall Kabuls“

  • -Aktualisiert am

Taliban-Kämpfer stehen am Freitag auf einem Fahrzeug in Kandahar. Bild: AFP

3000 Soldaten sollen verhindern, dass sich in Kabul wiederholt, was 1979 in Teheran passierte: ein Angriff auf die Botschaft und die Geiselnahme amerikanischer Diplomaten. Die Republikaner machen Biden schwere Vorwürfe.

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          Im Weißen Haus folgte Krisensitzung auf Krisensitzung. Präsident Joe Biden beriet sich mit seinem Nationalen Sicherheitsrat – am Mittwochabend und am Donnerstagmorgen noch einmal. Dann fiel der Entschluss: Washington werde 3000 Soldaten zum Flughafen von Kabul entsenden, um den Abzug eines Großteils seines Personal aus der eigenen Botschaft in der afghanischen Hauptstadt zu sichern.

          Majid Sattar
          Politischer Korrespondent für Nordamerika mit Sitz in Washington.

          Die unerwartete Entscheidung offenbart, wie besorgt man in Washington über den Vormarsch der Islamisten ist, die am Donnerstag Herat und Kandahar, die Wirtschaftszentren im Westen und im Süden des Landes, einnahmen. Wie ernst die Lage ist, machte auch eine andere Nachricht deutlich: Zalmay Khalizad, Chefunterhändler der Amerikaner in den Gesprächen mit den Taliban, suchte den Islamisten Zusagen abzuringen, dass es – nach einer Einnahme Kabuls – nicht zu Angriffen auf die amerikanische Botschaft komme. Der Diplomat, der schon Präsident George W. Bush im Antiterrorkampf zur Seite stand, überbrachte den Taliban die Botschaft, dass sie nur so im Falle einer Regierungsbeteiligung mit finanzieller Hilfe aus Washington rechnen könnten.

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