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Kabul : Tote bei Anschlag auf Verteidigungsministerium

  • Aktualisiert am

Bild: reuters

Im afghanischen Verteidigungsministerium hat ein Aufständischer zwei Menschen erschossen und sieben weitere verletzt. Die Taliban bezichtigten sich der Tat.

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          Ein Aufständischer hat im afghanischen Verteidigungsministerium zwei Mitarbeiter der Behörde erschossen und sieben weitere verletzt. Offenbar wollte der Angreifer, der eine Armeeuniform trug, sich auch selbst in die Luft sprengen. Er sei jedoch getötet worden, bevor er den Sprengstoff an seinem Körper habe zünden können, sagte ein Ministeriumssprecher am Montag. Die radikalen islamistischen Taliban bezichtigten sich der Tat; sie behaupteten, der Angreifer habe seit drei Jahren im Dienste der Streitkräfte gestanden und sei im Verteidigungsministerium stationiert gewesen.

          Dagegen sagte der Ministeriumssprecher, zur Klärung der Frage, ob es sich bei dem Angreifer um einen getarnten Eindringling oder einen echten Soldaten gehandelt habe, sei eine Untersuchung nötig. Die Taliban behaupteten weiter, Ziel des Anschlags sei ein geplantes Treffen gewesen, an dem Frankreichs Verteidigungsminister Gérard Longuet teilnehmen sollte. Longuet hält sich derzeit in Afghanistan auf. Das Verteidigungsministerium in Paris teilte indes mit, er sei während des Angriffs auf dem Stützpunkt Bagram gewesen.

          Ein weiterer Anschlag ereignete sich am Montag in der im Osten gelegenen Provinz Ghasni. Dabei wurden nach Angaben von Behörden sechs Polizisten getötet. Die Beamten hätten sich auf einer Patrouille befunden, als ein an der Straße versteckter Sprengsatz explodiert sei. In der Provinz Parwan kam es am Montag bei Protesten gegen die Festnahme eines Mullahs zu Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften. In der Provinzhauptstadt Charikar hätten Bewaffnete aus der Menge heraus das Feuer eröffnet, sagte der Provinzchef der Polizei. Den Sicherheitskräften sei es zunächst nicht gelungen, die Lage wieder in den Griff zu bekommen.

          Mindestens ein Mann sei getötet worden, sagte der Direktor des Krankenhauses von Charikar. Mullah Sajed Ahmad sei am späten Sonntagabend von afghanischen und Nato-Einheiten festgenommen worden, sagte der afghanische, für die Provinz zuständige Verbindungsoffizier. Der Verdacht bestehe, dass der Mullah Verbindungen zu den Taliban unterhalten habe.

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