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Wikileaks-Gründer : Schweden geht Vergewaltigungsvorwurf gegen Assange nicht mehr nach

  • Aktualisiert am

Gegen ihn wird in Schweden nicht mehr wegen des Vorwurfs der Vergewaltigung ermittelt: Julian Assange Bild: dpa

Die schwedische Justiz stellt ihre Voruntersuchungen im Rahmen eines Vergewaltigungsvorwurfs gegen Julian Assange ein. Der Wikileaks-Gründer befindet sich derzeit in Großbritannien in Haft.

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          Die Voruntersuchungen gegen Wikileaks-Gründer Julian Assange in Schweden wegen des Vorwurfs der Vergewaltigung werden niedergelegt. Das teilte die stellvertretende Direktorin der schwedischen Strafverfolgung, Eva-Marie Persson, am Dienstag mit. Es gebe keine ausreichenden Beweise für eine Verurteilung.

          Assange war in Schweden vorgeworfen worden, im Jahr 2010 eine Frau vergewaltigt zu haben. Die Staatsanwaltschaft hatte einen europäischen Haftbefehl ausstellen wollen, um eine Auslieferung des 47-Jährigen nach Schweden zu erreichen. Das Bezirksgericht von Uppsala hatte den Haftbefehl Anfang Juni aber abgelehnt.

          Der Wikileaks-Gründer hatte sich jahrelang in der Botschaft von Ecuador in London verschanzt, um einer Auslieferung an Schweden zu entgegen. Er hielt die Vorwürfe aus Skandinavien für einen Vorwand, um ihn festnehmen und an die Vereinigten Staaten ausliefern zu können. 2017 hatte die schwedische Staatsanwaltschaft die Vorermittlungen eingestellt, weil es ihr nicht gelungen war, die Vorwürfe ausreichend zu untersuchen. Am 11. April dieses Jahres wurde Assange schließlich festgenommen, nachdem ihm die Regierung in Quito das Botschaftsasyl entzogen hatte. Nun befindet sich der Australier in Großbritannien in Haft, weil er gegen Kautionsauflagen verstoßen hatte.

          Auch die Vereinigten Staaten wollen Assange den Prozess machen. Sie werfen Assange vor, der Whistleblowerin Chelsea Manning geholfen zu haben, geheimes Material von amerikanischen Militäreinsätzen im Irak und in Afghanistan zu veröffentlichen. Bei einer Verurteilung in allen 18 Anklagepunkten drohen ihm 175 Jahre Haft. Über eine Auslieferung an die Vereinigte Staaten muss die britische Justiz entscheiden.

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