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Interview mit Josep Borrell : „Wir müssen aktiver sein“

Josep Borrell sieht EU-Sanktionen skeptisch. Sie allein bewirkten nicht viel, sagt er. Bild: EPA

Josep Borrell ist Außenbeauftragter der EU. In vielen Krisen hat er erlebt, dass Europa seine Fähigkeiten nicht einsetzt. Im Gespräch erklärt er, warum.

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          Herr Borrell, Sie sind jetzt seit gut einem Jahr im Amt. Was haben Sie in dieser Zeit für eine gemeinsame europäische Außenpolitik erreicht?

          Thomas Gutschker

          Politischer Korrespondent für die Europäische Union, die Nato und die Benelux-Länder mit Sitz in Brüssel.

          Haben wir etwas erreicht? (lacht) Von großen Errungenschaften kann man nicht reden. In der Außenpolitik sind es langsame Prozesse, in denen es Schritt für Schritt vorangeht. Wir haben beispielsweise eine neue militärische Operation zur Überwachung des Waffenembargos gegen Libyen gestartet, „Irini“. Das ging nur einstimmig und hat viel Kraft gekostet. Wir haben es geschafft, das Atomabkommen mit Iran am Leben zu erhalten. Und wir haben nach einem Jahr intensiver Arbeit zwischen den Institutionen endlich ein Sanktionsregime beschlossen, mit dem wir weltweit gegen Menschenrechtsverstöße vorgehen können.

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