https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/jordaniens-koenig-abdullah-ii-pocht-auf-zweistaatenloesung-15647275.html

Treffen mit Netanjahu : Jordanischer König pocht auf Zweistaatenlösung

  • Aktualisiert am

König Abdullah II. bei einem Treffen in Saudi-Arabien vor etwas einer Woche Bild: AFP

Erstmals seit vier Jahren ist der israelische Ministerpräsident nach Amman gereist. Dort stellt König Abdullah II. eine eindeutige Forderung auf.

          1 Min.

          Der jordanische König Abdullah II. hat bei einem Treffen mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu auf eine Zweistaatenlösung im Nahost-Konflikt gefordert. Bei einem kurzen Besuch Netanjahus in Amman hätten die beiden am Montag über den Friedensprozess zwischen Israel und den Palästinensern gesprochen, teilte Jordaniens Königshaus am Abend mit.

          Die Schaffung eines Palästinenserstaats mit Ost-Jerusalem als Hauptstadt sei „die einzige Möglichkeit für Frieden und Stabilität in der Region“, sagte der König demnach. Die Jerusalem-Frage sei der „Schlüssel“ zum Frieden.

          Netanjahu bekräftigte laut seinem Sprecher Ofir Gendelman bei dem Treffen, dass Israel an dem Status Quo an den heiligen Stätten in Jerusalem festhalten wolle. Aktuell dürfen nur Muslime auf dem Tempelberg beten, auf dem sich die Al-Aqsa-Moschee befindet. Juden dürfen den Tempelberg zwar besuchen, gehen zum Gebet allerdings zur Klagemauer.

          Erster Besuch seit 2014

          Ägypten und Jordanien sind die einzigen arabischen Länder, die schon vor Jahrzehnten einen Friedensvertrag mit Israel abgeschlossen haben. Zudem verwaltet Jordanien die heiligen Stätten in Jerusalem. Zuletzt besuchte Netanjahu das Königreich im Jahr 2014.

          Neben dem israelischen Siedlungsbau ist der Status von Jerusalem eine der heikelsten Fragen im Nahost-Konflikt. Israel hatte den Ostteil samt der historischen Altstadt im Sechs-Tage-Krieg 1967 besetzt und 1980 annektiert. Die Vereinten Nationen erkennt die Annexion aber nicht an. Israel betrachtet ganz Jerusalem als seine „unteilbare“ Hauptstadt. Die Palästinenser beanspruchen Ost-Jerusalem als künftige Hauptstadt des von ihnen angestrebten eigenen Staates.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Überklebtes Straßenschild an der Thomas-Mann-Straße in Prenzlauer Berg (Archivaufnahme)

          Kampf um die Sprache : Gendern diskriminiert

          Woher rührt das Unbehagen, wenn es um das Gendern geht? Viele Frauen (und auch viele Männer) ahnen, dass es nur eine neue Art der Diskriminierung ist.
          Kein Ladendieb: Mit „Pick & Go“ können die Waren auch in einem Kölner Rewe direkt im Rucksack verstaut werden – bezahlt wird per App.

          Überwachung im Supermarkt : Sie erkennen dich am Knochenbau

          In Berlin testet Rewe jetzt, wie gut Überwachung im Supermarkt ankommt. Wer eine „Pick&Go“-App geladen hat, darf seinen Einkauf direkt in den Rucksack stecken. Ein Selbstversuch.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Sie können bis zu 5 Newsletter gleichzeitig auswählen Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.