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Neue britische Außenpolitik : Auf dem kurzen Dienstweg

Britisch-Deutsches Pubtreffen: Dominic Raab (li.) und Heiko Maas im Juli 2020 in Kent Bild: dpa

Nach dem Brexit sucht Großbritannien die Nähe zu Deutschland und Frankreich in der Außen- und Sicherheitspolitik. Das gefällt nicht jedem in der EU.

          3 Min.

          Die Szene war mit Bedacht gewählt und mit Bedeutung geladen: der britische Außenminister Dominic Raab und sein deutscher Gast Heiko Maas sitzen zusammen beim Nachmittagsbier im Garten eines Landgasthauses in Kent; der Pub heißt überdies Bricklayers Arms, also Wappen der Maurer, was nach Aufbau und Gemeinsamkeit klingt, und das Wirtshausschild zeigt schließlich gar kein Wappen, sondern das Konterfei Winston Churchills, bewaffnet mit Zigarre und Kelle, weil dieser Hobbymaurer ganz in der Nähe seinen Landsitz hatte.

          Johannes Leithäuser
          Politischer Korrespondent in Berlin.

          Viel Symbolik an einem sonnigen Sommertag, der ein halbes Jahr nach dem Vollzug des Brexits nicht nur den üblichen außenpolitischen Geschäften diente, sondern dem Zweck, den künftigen deutsch-britischen Beziehungen in der Außen- und Sicherheitspolitik den allerfreundlichsten Anfang zu vermitteln. Heute, knapp neun Monate nach dem deutsch-britischen Sommerbier, ist zwar die Gemeinsame Erklärung zu den künftigen außenpolitischen Beziehungen, an der damals schon gezimmert wurde, noch immer nicht unterschrieben, aber das liegt eher an den Beschränkungen der Corona-Krise als an ernsten Meinungsverschiedenheiten.

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