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Britischer Zeitungsbericht : Johnson sagt wegen „Partygate“ vor interner Ermittlerin aus

  • Aktualisiert am

Boris Johnson am 12. Januar im Parlament Bild: AP

Der britische Premierminister Boris Johnson hat offenbar vor der internen Ermittlerin Sue Gray in der „Party-Affäre“ ausgesagt. Ihr Bericht wird mit Spannung erwartet.

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          Begleitet von neuen Vorwürfen in der „Partygate“-Affäre hat der britische Premierminister Boris Johnson einem Bericht zufolge vor einer internen Ermittlerin ausgesagt. Der Regierungschef habe der hohen Beamtin Sue Gray Rede und Antwort gestanden, schrieb die Zeitung „Daily Telegraph“ am Montag.

          Das Ergebnis ihrer Untersuchung wird in Großbritannien mit Spannung erwartet. Johnson hatte angedeutet, dass er zurücktreten könnte, falls der Bericht ihm schwere Fehler vorwirft. Allerdings wird damit gerechnet, dass Gray keine direkten Anschuldigungen erheben wird. Kritiker weisen darauf hin, dass Johnsons Grays Chef ist und die Untersuchung daher nicht unabhängig sei.

          Die Zeitung „Daily Mirror“ berichtete am Montag, „der feige Premierminister“ habe in einem weiteren Fall die von seiner Regierung vorgegebenen Corona-Regeln gebrochen. Johnson habe im Dezember 2020 an der Verabschiedung seines Militärberaters Steve Higham teilgenommen und eine Rede gehalten. Die Opposition wirft dem Premierminister vor, die Bevölkerung wiederholt in der Affäre belogen zu haben, und fordert seinen Rücktritt. Bisher haben sich sechs Abgeordnete von Johnsons Konservativer Partei dieser Forderung angeschlossen.

          Demonstration von Johnson-Gegnern in London während dessen Befragung im Parlament im 12. Januar
          Demonstration von Johnson-Gegnern in London während dessen Befragung im Parlament im 12. Januar : Bild: AFP

          Wie die Zeitung „The Times“ berichtete, will Johnson mit mehreren Personalwechseln in der Downing Street sowie der Erfüllung populistischer Forderungen die Gemüter beruhigen und seine Partei wieder hinter sich vereinen. Dazu zählt demnach unter anderem ein härteres Vorgehen gegen Migranten. So könnte das Militär gegen Flüchtlinge eingesetzt werden, die illegal den Ärmelkanal überqueren. Asylsuchende sollen in Drittstaaten wie Ghana oder Ruanda gebracht werde, bis über ihren Antrag entschieden ist, wie die „Times“ weiter schrieb. Zudem sollen die Gebühren für die BBC in Höhe von 159 Pfund (190 Euro) pro Jahr zunächst eingefroren und 2027 abgeschafft werden.

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