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Boris Johnson und Russland : Eine „bösartige und zersetzende Kraft“

Ein frostiges Verhältnis: Boris Johnson und Wladimir Putin Bild: Reuters

Der britische Premierminister geht mit Russland hart ins Gericht. Nach einem Treffen mit Putin in Berlin gab es aus London eine äußerst frostige Mitteilung.

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          Dass der britische Premierminister auf den Vornamen Boris hört, hat nichts mit engen Banden zu Russland zu tun. Johnsons Urgroßvater mütterlicherseits wurde zwar im Zarenreich geboren, emigrierte aber als litauischer Jude 1889 nach Amerika. Zum (zweiten) Vornamen „Boris“, so die Legende, sollen Johnsons Eltern von einem anderen russischen Emigranten inspiriert worden sein. Boris Johnsons familiäres Verhältnis zu Russland wird also eher von denen definiert, die es verlassen haben.

          Jochen Buchsteiner

          Politischer Korrespondent in London.

          Seit Johnson Regierungsaufgaben übernommen hat, fällt auf, wie scharf er über den russischen Präsidenten Wladimir Putin urteilt. Als der Spion Sergei Skripal und dessen Tochter im März 2018 Opfer eines Nervengiftanschlags im südenglischen Salisbury wurden, war Johnson – damals noch Außenminister – der Erste, der den Finger in Richtung Kreml richtete. Er nannte Putins Russland eine „bösartige und zersetzende Kraft“.

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