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Innenkommissarin Johansson : Bald werden erste Flüchtlingskinder umgesiedelt

Hoffnung für Lesbos: Ein Migrant hält ein Kind im überfüllten Lager Moria bei Laune. Bild: AP

Auf den griechischen Inseln leben über 40.000 Migranten unter prekären Umständen. Im Interview kündigt EU-Innenkommissarin Johansson einen Aktionsplan an. Trotz Corona stünden aufnahmewillige Länder zu ihren Zusagen.

          3 Min.

          Frau Kommissarin, nach Angaben einer Hilfsorganisation werden im griechischen Flüchtlingslager Moria die Wasser- und Lebensmittelrationen gekürzt, die Krätze ist ausgebrochen. Die Menschen hätten keine Chance, sich dort auf einen Ausbruch des Coronavirus vorzubereiten. Sind diese Sorgen berechtigt?

          Thomas Gutschker

          Politischer Korrespondent für die Europäische Union, die Nato und die Benelux-Länder mit Sitz in Brüssel.

          Ich mache mir selbst große Sorgen, weil die Lager auf den Inseln überfüllt sind. Wir haben deshalb in den letzten Tagen eng mit der griechischen Regierung, mit dem UN-Flüchtlingshilfswerk und Hilfsorganisationen an einem Aktionsplan gearbeitet. Es geht darum, die Versorgung der Menschen und den Schutz ihrer Gesundheit zu verbessern. Wir wollen diejenigen, die von einer Corona-Infektion am stärksten betroffen wären, isolieren. Das betrifft Ältere und Kranke, in Moria sind das geschätzt 500 bis 600 Menschen. Außerdem werden wir mit der Umsiedlung von unbegleiteten Minderjährigen beginnen.

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