https://www.faz.net/-gpf-aaowl

Afghanistan : Bedingungsloser Abzug

In Afghanistan läuft für den Westen alles irgendwie schief: Abdullah Abdullah, Vorsitzender des Hohen Rats für Nationale Versöhnung, und der amerikanische Außenminister Antony Blinken (links) am Donnerstag in Kabul. Bild: EPA

Biden legt mit seiner Ankündigung, die Truppen aus Afghanistan abzuziehen, den Finger in die Wunde: Es war nicht mehr klar, was die Nato am Hindukusch erreichen will und kann.

          3 Min.

          Dieser Tag musste einmal kommen: dass die Nato ihren endgültigen Abzug aus Afghanistan erklärt. Wie er dann kam, war allerdings für viele Verbündete eine Enttäuschung. Zwar waren sie von der amerikanischen Regierung umfassend konsultiert worden. Washington wollte sogar wissen, wie sich die Partner die Zukunft am Hindukusch vorstellen. Das hatte es vier Jahre lang nicht gegeben.

          Allerdings hat Präsident Biden keinen der zahlreichen Einwände gegen einen bedingungslosen Rückzug berücksichtigt. Er stellte die Partner vor vollendete Tatsachen, wie zuvor Trump. Die Nato musste folgen. Ohne Amerika kann niemand Truppen in Afghanistan lassen.

          Testen Sie unsere Angebote.
          Jetzt weiterlesen.

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          F.A.Z. PLUS:

            Sonntagszeitung plus

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Französische Fischerboote vor der Küste von Jersey am Donnerstagmorgen

          Brexit-Streit vor Jersey : Wenn Paris und London Kriegsschiffe entsenden

          Die Regierungen rufen nach einer gütlichen Einigung, üben sich aber in militärischen Drohgebärden. Ein Fischer will es wissen: „Wir sind bereit, die Schlacht von Trafalgar noch einmal zu führen.“

          Champions League : Tuchel, der Kontrollfreak

          Sein System funktioniert: In erstaunlichem Tempo hat Trainer Thomas Tuchel das Spiel des FC Chelsea transformiert – nun steht er schon wieder im Champions-League-Finale.