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Ein Atlantiker auf Europa-Tour : Biden bekräftigt Amerikas Allianztreue

Ein Herz für die transatlantische Freundschaft: Präsident Biden begrüßt zu Beginn seiner Europareise in Suffolk stationierte amerikanische Soldaten und ihre Familien. Bild: AFP

Der amerikanische Präsident wirbt in Europa um Partner im Systemwettbewerb mit China und Russland. Doch gibt es ein Problem: die Hinterlassenschaft Trumps.

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          Im Februar hat sich der damals noch ziemlich neue amerikanische Präsident Biden dem europäischen Publikum digital vorgestellt und bei der Gelegenheit „Amerikas Rückkehr“ vermeldet. Jetzt wird diese Rückkehr durch physische Präsenz beglaubigt. Ein beispielloser Reigen von Gipfelkonferenzen bietet Anlass dazu: Es beginnt mit der Konferenz der G-7-Länder in Cornwall, geht mit Treffen der NATO-Mitglieder und der EU-Spitze in Brüssel weiter und endet mit einem amerikanisch-russischen Tête-à-Tête in Genf.

          Diese Serie kann man schon vor der ersten Sitzung so beschreiben: Biden bekräftigt Bündnistreue, beruhigt Alliierte, wirbt um Partner und sucht herauszufinden, ob es mit Präsident Putin einen Modus Vivendi trotz ernster Konflikte geben kann. Sechs Tage also – mit dem britisch-amerikanischen Vorspiel sind es sogar sieben –, die vom Wunsch nach neuer amerikanisch-europäischer Einigkeit geprägt und reich an „großen Themen“ sein werden. Zu denen gehören, natürlich, der Klimawandel, die Corona-Pandemie – und China.

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