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Ostern in Jerusalem : Selbstisolation am Grab Christi

Desinfektionsmaßnahmen an der Eingangstür der Grabeskirche in Jerusalem. Bild: AP

Die Christen in Jerusalem ringen mit den israelischen Behörden darum, wie sie den Einschränkungen wegen der Corona-Pandemie folgen und dennoch das Osterfest feiern können.

          4 Min.

          Still ist es in Jerusalem, so leise wie seit alten Zeiten nicht. „Wunderbar still“, sagt ein Franziskanermönch, der seine Wohnung unmittelbar am Kreuzweg hat, dem zu Ostern sonst laute Menschenmassen zusetzen. Doch Pilger und Touristen sind hier keine mehr, alle Prozessionen abgesagt. Die Einwohner bleiben in ihren Häusern, Geschäfte, Kirchen, Synagogen und Moscheen geschlossen.

          Jochen Stahnke

          Politischer Korrespondent für Israel, die Palästinensergebiete und Jordanien mit Sitz in Tel Aviv.

          Seit zwei Wochen ist auch das Tor der Grabeskirche verschlossen. Es heißt, so etwas habe es seit Mitte des 19. Jahrhunderts nicht gegeben. Doch wird in der Kirche vom heiligen Grab Jesu Christi auch in Zeiten der Pandemie weiter gebetet. Denn rund zwei Dutzend Mönche haben sich hier einschließen lassen. Nahrungsmittel erhalten sie von ihren Mitbrüdern durch eine in Metall eingefasste Klappe im hölzernen Eingangstor. Die Mönche leben ohnehin in der Grabeskirche, bilden mithin eine Hausgemeinschaft und erfüllen so auch die Bestimmungen im Kampf gegen das Coronavirus.

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