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Bürgerkriegsland : Jemens Regierung offen für Wiedereröffnung des Flughafens in Sanaa

  • Aktualisiert am

Elend durch Krieg und Blockade: Ein Mädchen sucht im Abfall auf einer Straße in Sanaa nach Lebensmitteln. Bild: dpa

Seit Donnerstag laufen die Jemen-Friedensgespräche unter Vermittlung der Vereinten Nationen. Die offizielle Regierung des Landes deutet in einem wichtigen Punkt Entgegenkommen an.

          Bei den Jemen-Friedensgesprächen zeigt sich die Regierung des Bürgerkriegslandes offen für die Wiedereröffnung des von Rebellen kontrollierten Flughafens der Hauptstadt Sanaa. Jemens Bürger müssten das Recht bekommen, jeden Ort dieser Welt zu erreichen, sagte Jemens Präsidentenberater Abdelasis Dschabari am Freitag am Verhandlungsort nördlich der schwedischen Hauptstadt Stockholm.

          Zunächst könnte der Flughafen für Inlandsflüge geöffnet werden. Allerdings dürfe keine bewaffnete Gruppe das ausnutzen.

          Die mit Spannung erwarteten Jemen-Friedensgespräche hatten am Donnerstag begonnen. UN-Sondervermittler Martin Griffiths versucht in Schweden, nach mehr als vier Jahren Bürgerkrieg eine Friedenslösung zu finden. Er sprach am Freitag zunächst mit der Delegation der Regierung von Präsident Abed Rabbo Mansur Hadi.

          Luftangriffe haben zur Eskalation beigetragen

          Anschließend traf Griffiths die Vertreter der schiitischen Huthi-Rebellen. Die Wiedereröffnung des seit drei Jahren geschlossenen Flughafens in Sanaa ist eine Kernforderung der Huthis.

          Die Rebellen haben große Teile des bitterarmen Landes überrannt und die international anerkannte Regierung aus Sanaa vertrieben. Hadis Truppen werden von einer Militärallianz unter Führung Saudi-Arabiens unterstützt. Das sunnitische Königreich sieht in den Huthis einen engen Verbündeten seines Erzfeindes, des schiitischen Irans.

          Die Luftangriffe der Koalition haben maßgeblich zur Eskalation des Bürgerkriegs beigetragen. Die UN sprechen von der weltweit schwersten humanitären Krise. Dem UN-Nothilfebüro (Ocha) zufolge starben durch die Kämpfe allein etwa 10.000 Zivilisten.

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