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Raketenangriff im Jemen : Dutzende Polizisten bei Anschlag auf Kaserne getötet

  • Aktualisiert am

Jemenitische Soldaten betrachten einen Einschlagskrater. Bild: Reuters

In einer Kaserne nahe der Hafenstadt Aden fand eine Truppenparade statt, als Houthi-Rebellen Raketen darauf abfeuerten. Gleichzeitig hat ein Selbstmordattentäter eine Polizeiwache angegriffen und dort mindestens drei Menschen getötet.

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          Im Jemen sind bei einem Raketenangriff auf eine Kaserne nahe der Hafenstadt Aden am Donnerstag dutzende Polizisten getötet oder verletzt worden. Wie ein Vertreter der Sicherheitskräfte sagte, bekannten sich die schiitischen Houthi-Rebellen zu dem Angriff. In der Kaserne fand während des Angriffs gerade eine Parade zur Vereidigung neuer Rekruten statt.

          Fast gleichzeitig tötete ein Selbstmordattentäter bei einem Anschlag vor einer Polizeiwache in Aden nach Angaben aus Sicherheitskreisen mindestens drei Polizisten. Unter den rund 20 Verletzten sind demnach auch Zivilisten.

          Der Raketenangriff richtete sich den Angaben zufolge gegen die Al-Dschalaa-Kaserne westlich von Aden. Neben einer Rakete wurden demnach auch Drohnen eingesetzt. Unter den Toten ist demnach ein General.

          Im Jemen herrscht seit 2015 Krieg zwischen den von Saudi-Arabien und anderen arabischen Staaten unterstützten Truppen von Präsident Abd Rabbo Mansur Hadi und den schiitischen Houthi-Rebellen, hinter denen Iran steht. Nach UN-Angaben wurden in dem Konflikt bereits mehr als 10.000 Menschen getötet, unter ihnen tausende Zivilisten. 3,3 Millionen Menschen wurden in die Flucht getrieben.

          Die im Süden Jemens gelegene Hafenstadt Aden ist seit Januar 2015 die Interimshauptstadt der international anerkannten Regierung des Landes. Präsident Hadi war aus Sanaa geflohen, als die Hauptstadt von den Rebellen besetzt wurde.

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