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Japan : Tepco misst höchste Radioaktivität in Fukushima seit dem Beben

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Mit Hilfe eines Krans wird die Radioaktivität oberhalb des Reaktors Nummer eins der Atomruine Fukushima gemessen. (Bild vom 22.06.2011) Bild: dpa

Auf dem Gelände des havarierten japanischen Atomkraftwerks Fukushima hat der Betreiber Tepco die höchste radioaktive Strahlung seit dem 11. März gemessen. Die Strahlung betrug an einigen Stellen mehr als zehn Sievert pro Stunde.

          Am havarierten japanischen Atomkraftwerk Fukushima Eins hat der Betreiber Tepco die höchste Radioaktivität seit dem verheerenden Erdbeben im März gemessen. Mehr als zehn Sievert pro Stunde betrug die Strahlung am Boden eines Außenrohrs zwischen den Reaktoren 1 und 2, wie ein Unternehmenssprecher am Montag sagte.

          Aus dem AKW war nach dem Megabeben und dem Tsunami immer wieder radioaktives Material in die Umwelt gedrungen. In Sievert (Sv) wird die biologische Wirkung radioaktiver Strahlung auf Menschen, Tiere oder Pflanzen angegeben. Entscheidend ist die jeweilige Zeiteinheit, auf die die Angaben bezogen werden. Die natürliche Hintergrundstrahlung in Deutschland - verursacht etwa durch radioaktive Substanzen im Boden wie Radon - beträgt im Schnitt 2,4 Millisievert im Jahr und gilt als unbedenklich.

          Höchstgrenze für Arbeiter von 100 auf 250 Millisievert angehoben

          Bei 1000 Millisievert (gleich 1 Sievert) steigt das Risiko, an Krebs zu erkranken, um zehn Prozent. Bei einigen Menschen löst bereits eine Bestrahlung mit 100 Millisievert körperliche Folgen wie Übelkeit und Erbrechen aus. Angesichts der Atomkatastrophe hat die japanische Regierung die zugelassene Höchstgrenze für Arbeiter in einem Kernkraftwerk von 100 auf 250 Millisievert angehoben.

          14 Kommunalregierungen werden geernteten Reis, Japans traditionelles Grundnahrungsmittel, auf eine mögliche Kontamination mit radioaktivem Cäsium testen, wie die japanische Nachrichtenagentur Kyodo berichtete. Das Landwirtschaftsministerium rief die Präfekturen im Norden und Osten Japans dazu auf, den angebauten Reis kurz vor und nach der Ernte zu untersuchen.

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