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Japan : Tepco bekommt Milliardenhilfen

  • Aktualisiert am

Die Tepco-Konzernzentrale in Tokio Bild: dpa

Der Betreiber des japanischen Katastrophenkraftwerkes Fukushima bekommt Milliardenhilfen, um Opfer des Atomunglückes zu entschädigen. Die japanische Regierung billigte einen Plan, mit dem Tepco 8,4 Milliarden Euro erhalten soll.

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          Die japanische Regierung hat am Freitag einen Plan gebilligt, mit dem Tokyo Electric Power (Tepco) umgerechnet 8,4 Milliarden Euro erhalten soll, um Opfer des Atomunglückes zu entschädigen.

          Im Gegenzug versprach Tepco, über die nächsten zehn Jahre die Kosten im Umfang von mehr als 2,5 Billionen Yen zu senken, unter anderem durch die Kürzung von Pensionszahlungen.

          Acht Monate nach der Katastrophe beginnen derzeit größere Auszahlungen an Geschädigte. Mit der Hilfe von der Regierung kann Tepco zumindest kurzfristig einer drohenden Geldknappheit vorbeugen.

          Nach dem Tsunami am 11. März kam es im Kraftwerk Fukushima I im Norden Japans zur schwersten Atomkatastrophe seit dem Unglück von Tschernobyl 1986. Wegen der Strahlenbelastung mussten viele Tausende Menschen ihre Wohnungen verlassen.

          Tepco mit hohen Verlusten

          Der Betreiber des schwer beschädigten Atomkraftwerks Fukushima rutschte in Folge des Nuklearunfalls im ersten Geschäftshalbjahr tief in die roten Zahlen. Wie Tepco am Freitag bekanntgab, fiel zwischen April und September unter dem Strich ein Fehlbetrag von 627,30 Milliarden Yen (5,8 Mrd Euro) an. Im Vorjahreszeitraum hatte Tepco noch einen Gewinn von 92,29 Milliarden Yen erwirtschaftet. Der Umsatz von Tepco schrumpfte um 7,7 Prozent auf 2,5 Billionen Yen.

          Hintergrund sind geringere Stromeinnahmen, da wegen des Ausfalls des Atomstroms in Fukushima verstärkt Elektrizität eingespart wird. Für das noch bis zum 31. März 2012 laufende Gesamtjahr rechnet der Energiekonzern gleichwohl, den Vorjahresverlust in Höhe von 1,25 Billionen Yen auf 600 Milliarden Yen verringern zu können.

          Das Kernkraftwerk Fukushima war bei dem schweren Erdbeben und Tsunami vom 11. März massiv beschädigt worden. Zehntausende Anwohner mussten fliehen. Tepco war dabei als Betreiber stark in die Kritik geraten. Dem Konzern wurde vorgeworfen, die Öffentlichkeit nur unzureichend über die Vorgänge in den havarierten Reaktoren informiert zu haben. Kritik gab es auch am Umgang mit Arbeitern in der Atomruine, an der Kommunikation der Strahlungswerte sowie an schleppenden Entschädigungszahlungen.

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