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Festnahmen in Italien : Mafia soll sich Geld für Migrantenversorgung erschlichen haben

  • Aktualisiert am

Italiens Innenminister Matteo Salvini besuchte im Mai ein Gefängnis in Palermo. Bild: EPA

Elf Personen von angeblichen Wohltätigkeitsorganisationen wurden festgenommen. Die Verdächtigen mit Verbindung zur ’ndrangheta sollen mehr als vier Millionen Euro abgezweigt haben.

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          Angebliche Wohltätigkeitsorganisationen mit Verbindung zur Mafia sollen in Italien öffentliches Geld in Millionenhöhe für die Versorgung von Einwanderern abgeschöpft haben. Die italienische Finanzpolizei nahm elf Verdächtige fest, es besteht Betrugs- und Geldwäscheverdacht. Eine Person sei in Gewahrsam gekommen, fünf unter Hausarrest gestellt worden, teilte die Finanzpolizei am Dienstag mit. Fünf weitere dürfen ihren Wohnort nicht verlassen.

          Nach Angaben der Polizei erhielten fünf Einrichtungen mit mutmaßlichen Verbindungen zur ’ndrangheta zwischen 2014 und 2018 den Zuschlag für Verträge zur Aufnahme von Migranten in den Nordprovinzen Lodi, Parma und Pavia. Dafür seien 7,5 Millionen Euro geflossen, wovon die Verdächtigen 4,5 Millionen „für persönliche Zwecke“ abgezweigt hätten.

          „Die Party ist vorbei“

          Zudem bestehe der Verdacht, dass die ’ndrangheta die Wohlfahrtsorganisationen nutzte, um Mitglieder aus dem Gefängnis zu holen, indem diese in den Zentren angestellt wurden. In Italien ist es möglich, dass bestimmte Verurteilte ihre Haftstrafe außerhalb des Gefängnisses verbüßen, wenn sie sich dafür gemeinnützig betätigen.

          Die kalabrische ’ndrangheta beherrscht einen großen Teil des internationalen Drogenhandels. In Italien bereichert sie sich auch mit Erpressung, Wucher und Geldwäsche. Italiens rechtspopulistischer Innenminister Matteo Salvini, der die Einwanderung begrenzen will, feierte am Dienstag auf Twitter den Polizeierfolg: „Weniger (Migranten-) Ankünfte und weniger Geld für Aufnahmeprofis: So sparen wir Geld, verteidigen Italien und investieren darin, mehr Polizei einzustellen. Die Party ist vorbei.“

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