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Debatte in Italien : Der Umweltminister, der zur Atomkraft zurück will

Ursprünglich sollte an dieser Stelle in Italien das Kernkraftwerk Montalto di Castro in Betrieb gehen. Nun steht dort ein Öl- und Gaskraftwerk. Bild: Reuters

Italiens Umweltminister Roberto Cingolani wirbt dafür, zu Kernkraftwerken zurückzukehren, wenn neue Technologien ausgereift seien. Es dürfe keinen „ideologischen Bann“ geben. Doch der Proteststurm im Land ist groß.

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          Italiens Umweltminister Roberto Cingolani füllt in der öffentlichen Debatte um Energiepreise und Energiepolitik eine dreifache Rolle aus. Einerseits überbringt er die Hiobsbotschaft vom sprunghaften Preisanstieg. Dieser Tage sagte er einen Anstieg der Strompreise von nochmals vierzig Prozent im vierten Quartal voraus, nachdem sie schon im dritten Quartal um zwanzig Prozent gestiegen sind.

          Matthias Rüb
          Politischer Korrespondent für Italien, den Vatikan, Albanien und Malta mit Sitz in Rom.

          Danach beruhigt Cingolani die Italiener jedoch mit dem Versprechen, der Staat werde ihnen helfen: Die Regierung in Rom wird zur Abfederung des Preisschocks dreieinhalb Milliarden Euro bereitstellen, um private Verbraucher, Handel und Produktion zu entlasten. Und schließlich verstößt der Umweltminister gegen lange bestehende Denkverbote im Streit um die Stromerzeugung, indem er eine Renaissance der Kernkraft als grüne Energiequelle anregt.

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