Vorgehen gegen Corona :
Italien führt Impfpflicht für Über-50-Jährige ein

Von Matthias Rüb, Rom
Lesezeit: 3 Min.
Ein Mann in Rom erhält im Januar eine Impfung
28 Millionen Italiener sollen sich nach dem Willen der Regierung schnellstens immunisieren lassen. Wer das nicht tut, kann künftig nicht mehr zur Arbeit und muss mit Geldstrafen rechnen.

Italien führt eine allgemeine Impfpflicht für Personen über 50 Jahre ein. Nach Angaben des nationalen Statistikamts fallen 28 Millionen der insgesamt 59 Millionen Einwohner des Landes in diese Altersgruppe. Die Regelung tritt mit der Veröffentlichung des am Mittwochabend beschlossenen Dekrets im Amtsblatt in Kraft, die noch für diese Woche erwartet wird. Außerdem dürfen Arbeiter und Angestellte dieser Alterskohorte vom 15. Februar an ihren Arbeitsplatz nur noch aufsuchen, wenn sie gemäß 2-G-Regel geimpft oder genesen sind. Bisher war auch mit einem negativen Testresultat der Gang zur Arbeit möglich. Mit dem Beschluss wird die Impfpflicht, die bisher auf das Gesundheits- und das Bildungswesen sowie auf die Sicherheitskräfte beschränkt war, erstmals auf die Bevölkerung insgesamt ausgeweitet.

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