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Staatsanwaltschaft Trapani : Italien ermittelt gegen deutsche Flüchtlingsretter

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Das Team der „Juventa“ bei einem Rettungseinsatz im Mittelmeer vor der Beschlagnahmung des Schiffes Bild: Jugend rettet

Italien wehrt sich seit Wochen gegen die Aufnahme geretteter Mittelmeer-Flüchtlinge. Nun geraten auch private Seenotretter stärker ins Visier – mehr als zwanzig Helfern wird die Unterstützung illegaler Migration vorgeworfen.

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          Knapp ein Jahr nach der Beschlagnahmung des deutschen Rettungsschiffes „Iuventa“ hat die italienische Justiz weitere Ermittlungen gegen Mitarbeiter von Seenotrettern im Mittelmeer eingeleitet. Einige Crewmitglieder hätten eine Vorladung zu einer Durchsuchung von beschlagnahmten Gegenständen bekommen, sagte am Samstag ein Sprecher von „Jugend rettet“, dem Verein, der die „Iuventa“ betreibt. Das Schiff wurde am 2. August des vergangenen Jahres beschlagnahmt, weil den Rettern Mithilfe zur illegalen Einwanderung vorgeworfen wird.

          Zu den beschlagnahmten Gegenständen gehörten Computer und Telefone, die seit einem Jahr bei der Staatsanwaltschaft lägen, sagte der Sprecher zur Nachrichtenagentur dpa. Die Vorladung solle Mitte September stattfinden. Zunächst hatte am Samstag der „Spiegel“ über Ermittlungen berichtet.

          Vorwurf: Zusammenarbeit mit Schleusern

          Betroffen sind demnach Mitglieder der Organisationen „Ärzte ohne Grenzen“ und „Save the Children“. Zehn der Beschuldigten hätten zur Besatzung des Rettungsschiffes „Iuventa“ gehört, hieß es weiter.

          Die „Iuventa“ hatte vor ihrer Beschlagnahmung bei Hilfseinsätzen im Mittelmeer Flüchtlinge aufgenommen. Die Ermittler in Trapani verdächtigen die Retter laut „Spiegel“, mit libyschen Schleusern zusammengearbeitet zu haben.

          Mittelmeer : Private Seenotretter veröffentlichen Bilder

          Ein paar Wochen vor Aufnahme der Verfahren in Trapani hatte die Staatsanwaltschaft in Palermo dem Bericht zufolge allerdings beantragt, Ermittlungen zu Rettungsaktionen im Mittelmeer einzustellen. Es gebe „keinerlei Beweise“ für eine Zusammenarbeit zwischen Hilfsorganisationen und Schleusern.

          Die neue italienische Regierung wehrt sich seit Wochen gegen die Aufnahme geretteter Flüchtlinge. So untersagte Innenminister Matteo Salvini von der rechtsnationalen Lega-Partei zunächst Schiffen von Nichtregierungsorganisationen mit Flüchtlingen sowie auch Schiffen internationaler Missionen das Einlaufen in italienische Häfen. Zuletzt drohte Rom, diese auch für die EU-Marinemission „Sophia“ sperren zu wollen.

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