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Italiens Fünf-Sterne-Bewegung : Sinkende Sterne

Schweres Jahr hinter sich: Di Maio im Dezember in einer Talkshow Bild: Picture-Alliance

Im März soll aus der Fünf-Sterne-Bewegung eine konventionelle Partei werden, mit Parteitagen, Gremien und Ausschüssen. Doch Parteichef Di Maio gilt als angezählt – und die nächsten Wahlniederlagen drohen schon.

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          Das vergangene Jahr war ein schreckliches für die linkspopulistische Fünf-Sterne-Bewegung und zumal für Parteichef Luigi Di Maio: schwere Niederlagen bei allen Regional- sowie bei den Europawahlen vom Mai und ein fortgesetzter Autoritätsverlust der Parteispitze. Vieles spricht dafür, dass sich der Niedergang der größten Regierungspartei in diesem Jahr fortsetzen wird. Die nächste Wunde dürfte sich die 2009 maßgeblich vom Fernsehkomiker Beppe Grillo gegründete Bewegung schon am Dienstag zufügen, wenn das politische Italien nach Weihnachten und Epiphanias in den Alltag zurückkehrt.

          Matthias Rüb

          Politischer Korrespondent für Italien, den Vatikan, Albanien und Malta mit Sitz in Rom.

          Es wird damit gerechnet, dass das Schiedsgericht der Partei am 7. Januar mindestens acht Mandatsträger sofort ausschließen wird. Insgesamt stehen fast drei Dutzend Senatoren und Abgeordnete auf der Beobachtungs- beziehungsweise Abschussliste der Parteiführung.

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