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Konfrontation mit Russland : Wie Nord Stream 2 noch zu stoppen ist

Aus der Kälte: Durch diese Röhren auf der Halbinsel Jamal in der russischen Arktis kommt das Gas für Nord Stream 2. Bild: Reuters

Wegen des Giftanschlags auf Aleksej Nawalnyj wollen immer mehr Politiker die Gaspipeline Nord Stream 2 stoppen. Leicht wäre das nicht. Aber möglich.

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          Nord Stream 2 ist erst einmal einfach ein langes Rohr am Boden eines flachen Meeres. Es zieht sich fast durch die ganze Ostsee: vom Leningrader Gebiet in Russland (das heißt tatsächlich bis heute so) bis Lubmin in Ostvorpommern. Nur noch wenige Kilometer und ein paar deutsche Stempel fehlen.

          Konrad Schuller

          Politischer Korrespondent der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung in Berlin.

          Das ist aber auch alles, was unumstritten ist an dieser Gaspipeline. Der Rest ist Kontroverse. Die Freunde des Vorhabens, voran die deutschen Bundeskanzler Gerhard Schröder und Angela Merkel, haben das Projekt immer verteidigt. Es kann die polnischen oder ukrainischen Landleitungen ersetzen, über welche Deutschland heute den größten Teil seines russischen Gases bekommt. Damit ist die Gasversorgung hier auch dann gesichert, wenn zwischen den zerstrittenen Ländern im Osten, zum Beispiel zwischen der Ukraine und Russland, wieder ein Konflikt eskaliert. 2006 und 2009 hatte man das schließlich schon einmal: Kiew und Russland lagen sich in den Haaren, der Gasfluss stoppte, und mitten im Winter begannen in mehreren Ländern der EU die Heizkörper einzufrieren. Mit Nord Stream 2 und der schon bestehenden Leitung Nord Stream dagegen wäre die Versorgung Europas mit russischem Gas auch in so einem Falle sicher.

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