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Truppenverlagerung nach Osten : Ist die Nato-Russland-Grundakte Geschichte?

Verteidigungsbereit: Amerikanische Soldaten während einer Nato-Übung in Polen. Bild: AFP

Die Nicht-Stationierung von Truppen an der Ostflanke des westlichen Verteidigungspaktes ist vertraglich nicht garantiert. Das Abkommen stammt aus einer Zeit, in der Moskau noch als Friedenspartner gesehen wurde.

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          Die amerikanische Regierung erwägt, einen Teil ihrer Kampftruppen aus Deutschland abzuziehen und künftig dauerhaft an der Ostflanke der Nato zu stationieren. Das würde die Sicherheit der baltischen Staaten und Polens erhöhen, jedenfalls glauben das diese Länder. Kritiker wenden ein, dadurch würde ein „Vertrag“ zwischen der Nato und Russland verletzt.

          Peter Carstens

          Politischer Korrespondent in Berlin

          Offiziell bestätigt sind die Pläne nicht, aber die Rede ist von einer Panzerbrigade, die auf Einladung der polnischen Regierung an der Grenze zu Weißrussland stationiert werden könnte. Rund 4000 US-Soldaten mit 250 Panzern sowie Haubitzen und Hunderten weiteren gepanzerten Fahrzeugen wären für Polen und für das Baltikum die Erfüllung langgehegter Wünsche nach Verstärkung, insbesondere am sogenannten Suwalki-Korridor, der engsten Stelle zwischen Weißrussland und dem russischen Kaliningrader Gebiet. Die etwa 65 Kilometer breite Landbrücke zu verlieren, das gehört zu den schlimmsten Albträumen der Regierungen in Vilnius, Riga, Tallinn und Warschau. Spätestens seit der gewaltsamen Krim-Annexion nimmt die Nato die Befürchtungen ihrer osteuropäischen Mitglieder sehr ernst.

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