https://www.faz.net/-gpf-9td3y

Nahost-Konflikt : Israels Luftwaffe greift weiter Ziele im Gazastreifen an

  • Aktualisiert am

Zerstörte Häuser nach einem israelischen Luftschlag im Gazastreifen Bild: AP

Trotz einer am Donnerstag verkündeten Waffenruhe kommt es im Gazastreifen weiter zu militärischen Auseinandersetzungen. Israels Armee meldet einen neuen Angriff auf den „Islamischen Dschihad“.

          1 Min.

          Israelische Kampfflugzeuge haben nach Angaben des Militärs abermals Ziele der Extremistenorganisation „Islamischer Dschihad“ im Gazastreifen angegriffen. Das gab das israelische Armee in der Nacht zu Freitag via Twitter bekannt, ohne weitere Einzelheiten zu nennen. „Dies geschieht, nachdem von Gaza aus heute willkürlich Raketen auf israelische Bürger gefeuert wurden“, hieß es weiter.

          Nach zwei Tagen heftiger Konfrontationen hatten sich Israel und der „Islamische Dschihad“ unter Vermittlung Ägyptens am Donnerstag auf eine Waffenruhe geeinigt. Trotzdem feuerten militante Palästinenser bis zum Abend nach Armeeangaben noch vereinzelt Raketen nach Israel ab.

          Zahl der Toten steigt

          Die Zahl der durch israelische Luftangriffe getöteten Palästinenser im Gazastreifen stieg am Donnerstag auf 34 an. Der „Islamische Dschihad“ wird von der EU und den Vereinigten Staaten als Terrororganisation eingestuft und hat in der Vergangenheit häufig Anschläge in Israel verübt. Die Organisation wird von Israels Erzfeind Iran finanziert und hat sich die Zerstörung des jüdischen Staates auf die Fahnen geschrieben.

          Die militanten Palästinenser reagierten mit dem Beschuss auf Israel auf die gezielte Tötung ihres Militärchefs Baha Abu Al Ata durch die israelische Luftwaffe. Auch seine Frau kam bei dem Angriff in der Nacht zum Dienstag ums Leben. Israel griff anschließend Dutzende Ziele des Islamischen Dschihad im Gazastreifen an.

          Weitere Themen

          Fünf Palästinenser bei Razzia getötet

          Westjordanland : Fünf Palästinenser bei Razzia getötet

          Bei einer Razzia der israelischen Armee gegen die Hamas kam es an verschiedenen Orten zu Schusswechseln. Ministerpräsident Bennett spricht von einem Einsatz gegen „Terroristen“. Die Armee bereitet sich auf Vergeltungsschläge vor.

          „Laschet wirkte gar nicht mal so zerknirscht“ Video-Seite öffnen

          Stimmung bei der CDU : „Laschet wirkte gar nicht mal so zerknirscht“

          Trotz des schlechten Ergebnisses der Union wirkte Armin Laschet bei seinem Auftritt im Konrad-Adenauer-Haus entschlossen, eine Koalition zu bilden. Der Leiter des F.A.Z.-Hauptstadtbüros, Eckart Lohse, berichtet über den Abend in der Parteizentrale der CDU.

          Neuer Zündstoff für den Konflikt

          Tote im Westjordanland : Neuer Zündstoff für den Konflikt

          In technischen Fragen bewegt sich die neue israelische Regierung auf die Palästinensische Autonomiebehörde zu, doch im besetzten Westjordanland verschärft sich die Sicherheitslage. Bei Razzien wurden mehrere Palästinenser getötet.

          Topmeldungen

          Eines ist allen in der Union klar: Auch ein knappes Rennen, ja sogar ein knapper Sieg führen nicht automatisch ins Kanzleramt.

          Wer wird Bundeskanzler? : Laschets Kampf geht weiter

          Trotz herber Verluste will Armin Laschet weiter Kanzler werden – auch als Zweitplatzierter. Das ginge nur mit Grünen und FDP. Eine „Zukunftskoalition“ nennt er das. Söder spricht von einem „Bündnis der Vernunft“.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.