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Israels Gesundheitsminister : „Natürlich haben wir Menschen geimpft, die noch nicht an der Reihe waren“

Deutschland träumt von solchen Szenen, in Tel Aviv sind sie schon wieder Alltag: Frühlingsabend im Straßencafé Bild: AFP

In Israel sind schon so viele Bürger geimpft, dass sich das Leben fast wieder normal anfühlt. Gesundheitsminister Juli Edelstein erklärt, wie er das gemacht hat.

          6 Min.

          Herr Minister, das letzte Mal trafen wir uns vor einem Jahr, vor Ausbruch der Pandemie, jetzt wirkt es, als sei die hier bald vorbei.

          Jochen Stahnke
          Politischer Korrespondent für Israel, die Palästinensergebiete und Jordanien mit Sitz in Tel Aviv.

          Wie sagte der „Brave Soldat Schwejk“? Treffen wir uns um sechs Uhr nach dem Krieg wieder.

          Der R-Wert lag in Israel bei unge­fähr 1, als Sie weiter öffneten. Warum sind Sie das Risiko trotz der hohen Fall­zah­len eingegangen?

          Es ist schmeichelhaft, die Ersten der Welt zu sein, andererseits eine große Herausforderung. Vor drei Monaten hätten wir bei einer R-Rate von 1 alles wieder gestoppt. Jetzt folgen wir einem anderen Ansatz, weil die Mehrheit der über 16-Jährigen geimpft ist. Aber die Zahl der Neuinfektionen darf natürlich nicht zu hoch werden, denn dann wird auch die Zahl der schweren Fälle und Hospitalisierungen wieder steigen. Wir gehen nach trial and error vor, wir wissen noch nicht alles. Allerdings wissen wir, dass unter Geimpften die Zahl der schweren Fälle und Krankenhauseinweisungen sinkt. Wir haben gelernt, dass vor der Impfkampagne zwei Prozent der Neuinfizierten ins Krankenhaus mussten. Wenn jetzt die Zahl ein halbes Prozent beträgt, dann können wir damit leben.

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